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Herz­infarkt-Sterblichkeit regional sehr verschieden

Montag, 30. Juli 2012

Frankfurt/M. – Auf regionale Unterschiede bei der Herzinfarktsterblichkeit hat die Deutsche Herzstiftung bei der Vorstellung ihres Jahresberichtes 2011 hingewiesen. Zwar sei die Herzinfarktsterblichkeit von 2000 bis 2010 von 81,8 Gestorbenen pro 100.000 Einwohner auf 67,9 gesunken und die Zahl der Sterbefälle sank von 92.801 im Jahr 1980 auf 56.226 im Jahr 2009.

„Allerdings ist die Versorgung von Herzkranken in den verschiedenen Regionen Deutsch­lands nicht gleich gut“, stellt die Deutsche Herzstiftung im Jahresbericht fest. So schwanke die Infarktsterblichkeit regional stark, etwa zwischen Hamburg mit 53,5 Gestorbenen pro 100.000 Einwohner gegenüber Sachsen-Anhalt mit 111,5 im Jahr 2010. Die Stiftung fordert deshalb, „die Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirklich flächendeckend zu verbessern“.

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Neben regionalen Initiativen sei dafür besonders die Vorbeugung entscheidend. „Ange­sichts der aktuellen Studienlage müssen wir der Präventionsarbeit, beginnend im Kindesalter, noch viel mehr Gewicht einräumen, als das bislang geschehen ist“, betonte der Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Meinertz.

Bei ihrer Arbeit setzt die Herzstiftung laut dem Jahresbericht besonders auf die Bevölkerungsaufklärung und die patientennahe Herz-Kreislauf-Forschung: Rund vier Millionen Euro gab die Stiftung für die Aufklärungsarbeit und die Mitgliederinformation aus. Die Herz-Kreislauf-Forschung in Deutschland förderte sie mit mehr als 1,4 Millionen Euro.

Die Deutsche Herzstiftung hatte Ende 2011 70.885 Mitglieder. Sie nahm 8,66 Millionen Euro ein und gab 7,61 Millionen Euro aus. © hil/aerzteblatt.de

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