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Bundeskabinett will Krebsregister in gut drei Wochen beschließen

Montag, 30. Juli 2012

Berlin – Das von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) geplante Krebsregister soll noch in der Sommerpause vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Das Bundes­kabinett werde den Entwurf am 22. August beschließen, sagte Bahr der Bild am Sonntag. Mit dem Register sollen Behandlungsdaten von Patienten bundesweit einheitlich erfasst werden. Aus diesen Daten sollen laut Bahr dann neue Erkenntnisse zur Krebsbekämpfung genutzt werden.

Als Beispiel nannte er Prostatakrebserkrankungen. Beim Prostatakrebs klagen Betroffene nach der Operation oft über Inkontinenz und Impotenz, wie jüngst auch eine Studie der Barmer GEK zeigte. „Hier könnten wir durch Krebsregister die Versorgung verbessern“, sagte Bahr.  

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Die künftige Gestaltung der Krebsregister und vor allem die Finanzierung sind allerdings bei den gesetzlichen Krankenkassen noch umstritten. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung lehnte eine Pauschalförderung der Krebsregister durch die Kassen ab.

Im Entwurf des Gesundheitsministeriums sind klinische Krebsregister vorgesehen, deren jeweiliges Einzugsgebiet auf Landesebene festgelegt werden soll. Mehrfachmeldungen sollen durch einen Datenaustausch verhindert werden. Die Einrichtung der Krebsregister sollen die Länder finanzieren, die Betriebskosten die gesetzlichen Kassen und die privaten Krankenversicherungen. 

Zudem sollen Versicherte nach den Plänen von Bahr nach dem Vorbild der Brustkrebsvorsorge für Frauen künftig von ihrer Kasse auch gezielt zur Darmkrebs- und Gebärmutterhalskrebsvorsorge eingeladen werden. Das könnte laut Bahr bereits ab 2016 Standard werden. © afp/aerzteblatt.de

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