Zahl ausländischer Ärzte in Deutschland steigt
Donnerstag, 2. August 2012
Köln – In Deutschland arbeiten immer mehr Ärzte aus Nicht-EU-Staaten. Im Jahr 2011 erhielten 1.351 Mediziner aus solchen Ländern die Erlaubnis, in der Bundesrepublik tätig zu sein. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist das ein Zuwachs von 50 Prozent im Vergleich zu 2010.
Ein Grund für die Entwicklung: Seit Juni 2011 ist es für Ärzte und Ingenieure einfacher, nach Deutschland zu kommen. Für sie entfiel die „Vorrangprüfung“. Das bedeutet: Wenn ein Arbeitgeber einen Nicht-EU-Bürger einstellt, muss er nicht mehr nachweisen, dass er keinen geeigneten Bewerber aus der EU gefunden hat.
Die Lockerung hat der BA zufolge besonders bei den Ingenieuren zu einem vermehrten Zuzug geführt. Hier stieg die Zahl derer, die neu eine Arbeitserlaubnis in Deutschland erhielten, im Jahr 2011 um 300 Prozent auf 1.385.
Seit dem 1. August gilt die Erleichterung – auch „Blue Card“ genannt – nun für 60 weitere Berufe. Sie kommen unter anderem aus den Bereichen Informatik, Technik und Naturwissenschaften. Auch bei diesen Akademikern entfällt dann die Vorrangprüfung. Die Zuwanderer bekommen ein auf vier Jahre befristetes Aufenthaltsrecht, das sich in einer dauerhaftes umwandeln lässt. © BH/aerzteblatt.de
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