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Internisten beklagen Nachwuchsmangel in der Forschung

Montag, 6. August 2012

Wiesbaden – Immer weniger junge Ärzte bemühen sich um einen Doktortitel. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hingewiesen. Die Promotions­neigung im Fach Humanmedizin habe seit 2005 auffällig abgenommen, so die Fachgesellschaft.

Eine wesentliche Ursache für den Nachwuchsschwund in der Forschung sieht die DGIM in der fehlenden Struktur in der wissenschaftlichen Ausbildung für Ärzte. Strukturelle Mängel bestünden vor allem in der zweigleisigen Qualifizierung für Klinik und Forschung: „Die Innere Medizin benötigt heute mehr denn je Ärzte, die gelernt haben, am Krankenbett zu arbeiten, aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse kompetent zu beurteilen“, sagte Frank Lammert, Vorsitzender der Kommission Wissenschaft und Nachwuchsförderung der DGIM.

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Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Medizin ihre wissenschaftliche Basis verliere. Vor allem fehle es an verlässlicher und transparenter Betreuung und Förderung. „Die Wege der Qualifizierung sind für Mediziner kaum planbar, Rufe auf eine Professur kommen spät, immer mehr Professorenstellen werden gestrichen oder sind nach der W-Besoldung nicht angemessen bezahlt“, so Lammert.

Um den wissenschaftlichen Nachwuchs zukunftsorientiert zu qualifizieren, empfiehlt die DGIM, Doktorandenausbildung und Promotionskollegs zu verbessern. „Wir müssen forschungsinteressierte Studenten früh erkennen und ihnen eine gute Promotion ermöglichen“, erklärte der Kommissionsvorsitzende.

Darüber hinaus müssten Nachwuchswissenschaftler Zugang zur Forschung im Ausland haben und auch geregelt zurückkehren können: „Wie die Ärzte hierzulande wieder in den Klinikalltag einsteigen, ist bislang unzureichend organisiert.“, beklagte Lammert. Gefragt seien Rückkehrprogramme, universitätsinterne Förderungen und Rotationen. © hil/aerzteblatt.de

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