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Alzheimer: Zweite Studie zur Antikörpertherapie abgebrochen

Dienstag, 7. August 2012

New York – Die US-Firmen Johnson & Johnson und Pfizer haben bekannt gegeben, dass sie die klinische Entwicklung des Alzheimer-Medikaments Bapineuzumab einstellen. Der monoklonale Antikörper, der die Beta-Amyloide aus dem Gehirn der Demenz-Patienten entfernen sollte, hat auch in einer zweiten Phase-III-Studie die Erwartungen nicht erfüllt.

In der ersten Studie war Bapineuzumab an über tausend Patienten mit Placebo verglichen worden, die Träger des genetischen Risikomarker ApoE4 sind. Vor drei Wochen wurde bekannt, dass Bapineuzumab in dieser Gruppe das Fortschreiten der milden bis mittelschweren Demenz nicht verhindern konnte.

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Jetzt teilten die beiden Firmen mit, dass Bapineuzumab auch bei Patienten ohne ApoE4 wirkungslos geblieben war. An der zweiten Studie hatten erneut mehr als tausend Patienten teilgenommen. Wie in der ersten Studie war keine Verbesserung in den kognitiven und funktionellen Leistungen der Patienten erkennbar. Es traten allerdings auch keine Sicherheitsprobleme auf.

Johnson & Johnson und Pfizer wollen deshalb eine weitere Studie fortführen, in der Bapineuzumab im Gegensatz zu den beiden beendeten Studien nicht intravenös, sondern subkutan appliziert wird. Endpunkt sind die Veränderungen des Gehirns in bildgebenden Verfahren. Es geht also mehr um das Verständnis der Wirkung (oder der Wirkungslosigkeit) als um die Vorbereitung einer Medikamentenzulassung, die mit den beiden gescheiterten Studien nicht mehr in Sicht ist.

© rme/aerzteblatt.de

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