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Barmer GEK im Plus

Mittwoch, 8. August 2012

Münster/Düsseldorf – Die Barmer GEK in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat für das vergangene Jahr eine positive Bilanz gezogen. Demnach konnte die Krankenkasse, die in NRW mehr als 2,1 Millionen Versicherte hat, das vergangene Jahr mit einem Über­schuss von 340 Millionen Euro abschließen.

„Dieses Ergebnis ist umso erfreulicher, als die Leistungsausgaben gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Prozent je Versicherten gestiegen sind“, sagte Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK. Der Kasse zufolge betrugen die Leistungs­ausgaben in NRW 5,46 Milliarden Euro, damit gab die Barmer GEK im Durchschnitt für jeden Versicherten 2.530 Euro aus.

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Gestiegen sind die Kosten bei den Heil- und Hilfsmitteln (plus 2,33 Prozent), im Krankenhausbereich (plus 3,79 Prozent) und beim Krankengeld (plus 7,58 Prozent. „Im Krankenhaussektor liegen wir etwas höher als die Entwicklung im Bundesdurchschnitt von plus 3,16 Prozent, im Krankengeldbezug deutlich unter dem Bundeswert von plus 9,25 Prozent“, so Beckmann.

Verantwortlich für den Anstieg der Leistungsausgaben im Krankengeldbereich seien vor allem gestiegene Fallzahlen und eine längere Falldauer. „Immer mehr Menschen sind länger krank. Das spiegelt sich vor allem bei den psychischen Erkrankungen wider“, erklärte der Landesgeschäftsführer.

Das Thema Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement werde daher immer wichtiger. Auch seien neue Konzepte für die ambulante psychotherapeutische Versorgung erforderlich. So müsse das Problem der langen Wartezeiten, aber auch das der Rahmenbedingungen bei Gutachterverfahren gelöst oder die Inanspruchnahme der Gruppentherapie gefördert werden.

Eine erfreuliche Bilanz zog die Krankenkasse auch bei den Arzneimittelkosten, die in NRW um 2,59 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro sanken. „Der Rückgang der Arzneimittelausgaben erklärt sich unter anderem durch höhere Herstellerrabatte und Festbetragsentlastungen“, führte Beckmann aus. Er kündigte an, dass die Barmer GEK angesichts der finanziellen Entwicklung im vergangenen Jahr langfristig auf stabile finanzielle Verhältnisse setzen will. Beckmann: „Das bedeutet für unsere Versicherten: Auch in 2013 werden wir keinen Zusatzbeitrag erheben.“

Rund 91.000 Menschen entschieden sich im Jahr 2011 in NRW für die Barmer GEK. Deutschlands größte Krankenkasse betreut nun in Nordrhein-Westfalen 2,1 Millionen Versicherte. © hil/aerzteblatt.de

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