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Asbest-Gefahr: Altbaubestand birgt Risiko für Gesundheit

Donnerstag, 9. August 2012

Frankfurt/M. – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat private Bauherren und Baubeschäftigte zu erhöhter Vorsicht bei Abbruch- und Renovierungs­arbeiten aufgerufen. Angesichts der zunehmenden Zahl von Altbausanierungen werde die Gesundheitsgefährdung durch Asbeststaub auf dem heimischen Wohnungsmarkt wieder akut, so die Gewerkschaft.

Laut IG BAU stammen bundesweit rund 12,5 Millionen Wohngebäude aus den 60er und 70er Jahren, in denen asbesthaltige Baustoffe massenhaft eingesetzt wurden. Nach und nach sind Sanierungen notwendig, manchmal wird sogar abgerissen. „Hier lauern dann tückische Gesundheitsgefahren“, warnen die Gewerkschafter.

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Denn beim Sanieren von Fahrstuhlschächten und Nachtspeicherheizungen genauso wie etwa beim Beseitigen von Abdeckplatten, Bodenbelägen und Dachisolierungen könne Asbest freigesetzt werden. „Das Einatmen von Asbeststaub führt als Spätfolge schlimmstenfalls zu Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs“, so die IG BAU.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Gewerkschaft, dass Baubeschäftigte, aber auch private Bauherren die Augen offen halten. Sobald auf Baustellen der Verdacht von Asbestmaterial bestehe, müssten die Arbeiten sofort eingestellt werden.

Die Beseitigung sei dann Sache von Spezialfirmen. Von den Bauunternehmen fordert die IG BAU, den Arbeitsschutz auf Baustellen besonders ernst zu nehmen und dort nicht zu sparen: „Die Sicherheitsbestimmungen müssen eingehalten werden“, erklärten die Gewerkschafter. Das fange bereits bei der Schutzkleidung an, die ein absolutes Muss sei. © hil/aerzteblatt.de

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