5.287 News Ärzteschaft

Ärzteschaft

Höhere Vergütung für Kardiologievertrag in Baden-Württemberg

Dienstag, 14. August 2012

Stuttgart – Der Facharztvertrag für Kardiologie in Baden-Württemberg soll durch eine höhere Vergütung attraktiver werden. Darauf hat der Medi Verbund hingewiesen. Demnach gilt ab Oktober eine Zusatzpauschale Hypertonie von 25 Euro sowie ein Diagnostikzuschlag von 20 Euro.

„Die Honorarverbesserung erhöht insgesamt die Fallwerte und macht den Vertrag dadurch noch attraktiver“, sagte Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg. Das komme insbesondere den Fachinternisten ohne Schwerpunkt zugute. „Wichtig ist, dass die vereinbarte Mehrvergütung nicht durch Umverteilung oder durch Einsparungen bei teilnehmenden Ärzten zustande kommt, sondern durch zusätzliches Geld von der AOK und der Bosch-BKK“, so Baumgärtner.

Anzeige

Die Hypertoniepauschale zielt laut Medi auf Patienten ab, bei denen die Behandlung beziehungsweise Mitbehandlung durch den Facharzt wegen Folgeerkrankungen einer Hypertonie medizinisch sinnvoll ist. Den Diagnostikzuschlag kann der untersuchende Arzt zusätzlich zur Grundpauschale einmal im Krankheitsfall abrechnen.

Damit werde dem diagnostischen Aufwand bei der Abklärung der Erkrankungsursache noch besser Rechnung getragen, sagte Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesver­bands Niedergelassener Kardiologen, zur Vergütungsanpassung.

Die beiden Kassen betrachten die zusätzlichen Anreize für die teilnehmenden Ärzte als gut angelegtes Geld und weitere Investition in die Stärkung der ambulanten Versorgung ihrer Versicherten. „Gemeinsam mit unseren ärztlichen Partnern setzen wir den eingeschlagenen Erfolgsweg hin zu einer integrierten und strukturierten ambulanten Versorgung konsequent fort“, erklärte Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Der Facharztvertrag für Kardiologie hat mittlerweile rund 180 ärztliche Teilnehmer und mehr als 100.000 eingeschriebene Versicherte. © hil/aerzteblatt.de

Drucken Versenden Teilen
5.287 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

31.08.12
Berlin – Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Selbsthilfevereinigung Pro Retina Deutschland haben den Facharztvertrag der AOK Baden-Württemberg mit der Managementgesellschaft...
02.08.12
Stuttgart – Eine bessere Vergütung soll den Selektivvertrag für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie (PNP-Vertrag) in Baden-Württemberg für Neurologen, Nervenärzte und Psychiater attraktiver...
10.07.12
Neuer Vertrag für Augen-Vorsorge­untersuchung bei Kleinkindern
Dortmund – Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen bei Kleinkindern haben die Techniker Krankenkasse (TK) und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in einem neuen Vertrag vereinbart....
03.05.12
Stuttgart – Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der Bosch BKK können sich ab sofort in den bundesweit ersten Facharztvertrag für Psychotherapie einschreiben. Mit dem Bereich Psychotherapie...
02.02.12
Bahr lobt Selektivverträge in Baden-Württemberg
Stuttgart – Als „Mutter der Hausarztverträge“ und damit „Vorreiter für neue, patientenorientierte Versorgungsstrukturen“ hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die Hausarztverträge in...
26.10.11
Stuttgart – Der neue Facharztvertrag für Psychiater, Neurologen und Psychotherapeuten (PNP-Vertrag) stößt offenbar auf großes Interesse. Zwei Wochen nachdem der Vertrag unterzeichnet wurde und die...
02.08.11
Stuttgart – In Baden-Württemberg haben sich Ärzte und Krankenkassen auf einen ambulanten Facharztvertrag zur Versorgung in den Bereichen Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie...

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Mehr zum Thema


Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in