Bundesversicherungsamt deckt Verschwendung bei Krankenkassen auf
Dienstag, 14. August 2012
Bonn – Prüfer des Bundesversicherungsamtes haben bei Krankenversicherungen mehrere Fälle von Verschwendung aufgedeckt. Dies geht aus dem Tätigkeitsbericht der Bonner Behörde für 2011 hervor, über den die Bild-Zeitung am Dienstag berichtet. So zahlte eine Kasse für die Beschattung einer Versicherten mehr als 10.700 Euro an eine Detektei, obwohl es in dem möglichen Fall von Missbrauch beim Krankengeld um einen Schaden von nur knapp 15 Euro täglich ging. Die Prüfer stuften das Vorgehen der Kasse als „grob fährlässig“ ein – Aufwand und Ziel stünden „in einem krassen Missverhältnis“.
Außerdem halfen die Prüfer bei der Aufdeckung eines Unterschlagungsfalls. Dabei soll eine Krankenkassen-Mitarbeiterin über einen Zeitraum von mehr als acht Jahren 213 unrechtmäßige Überweisungen über gut 459.000 Euro veranlasst haben. In einem anderen Fall stellten die Prüfer fest, dass eine Kasse zuletzt regelmäßig Betriebsfeste und Personalversammlungen „mit kostenträchtigen Bewirtungen“ für die Mitarbeiter ausgerichtet hatte. Die Kasse wurde darauf hingewiesen, dass solche internen Veranstaltungen nicht aus Repräsentations- und Bewirtungsmitteln bestritten werden dürfen.
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Nach solchen Aufdeckungen sollte man sich bei den GKVen im Bezug auf Verschwendungs- und Betrugsvorwürfe gegen die Ärzteschaft künftig wohl besser zurückhalten. Denn wer im Glashaus sitzt....
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