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Kassenärztliche Vereinigung will Medizinstudium in Ungarn bezahlen

Dienstag, 14. August 2012

Chemnitz – Um den Hausärztemangel zu bekämpfen, finanziert die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) Studenten aus dem Freistaat ein Medizinstudium in Ungarn. „Wir wollen in Ungarn bis zu 20 Studienplätze bezahlen“, sagte KVS-Chef Klaus Heckemann der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse vom Montag. Pro Platz werde mit rund 80.000 Euro kalkuliert.

Die Abiturienten, die das Angebot annehmen, verpflichten sich, nach erfolgreichem Studien- und Weiterbildungsabschluss für mindestens fünf Jahre in Sachsen hausärztlich tätig zu werden. Das Modellprojekt beginnt mit dem Studienjahr 2012/2013.

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Derzeit fehlten in Sachsen fast 400 Haus- und 100 Fachärzte im niedergelassenen Bereich. Würden die Absolventen sich nach Abschluss des Studiums in Sachsen niederlassen, müssten sie die Kosten für die Ausbildung nicht zurückzahlen. Die Medizinerausbildung in Ungarn sei hochwertig und besser als die in Deutschland, sagte Heckemann. © dapd/EB/aerzteblatt.de

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nocure
am Mittwoch, 15. August 2012, 13:07

Nichts begriffen?

Wir haben nicht zu geringen Studentenzahlen, sondern zu geringe Zahlen im Nachwuchs an der "Front". Nur wenn die Attraktivität des Jobs wieder so steigt, dass sich jemand an das Wagnis Niederlassung traut, erst dann wird ein Schuh draus. Vorher wird auch diese Methode zum Scheitern verurteilt sein!
Die Attraktivität lebt aber von einigermaßen verlässlichen Einkünften gerade im GKV Bereich, welche nicht nur kostendeckend sein soll sondern eine vernünftige, dem Aufwand im Beruf entsprechende Vergütung darstellen muss. Alles andere ist Augenwischerei, welche selbst die finanzierenden Banken als solche betrachten und daher neue Projekte nur noch sehr zurückhaltend finanzieren.

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