5.288 News Ärzteschaft

Ärzteschaft

Kassenärztliche Vereinigung will Medizinstudium in Ungarn bezahlen

Dienstag, 14. August 2012

Chemnitz – Um den Hausärztemangel zu bekämpfen, finanziert die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) Studenten aus dem Freistaat ein Medizinstudium in Ungarn. „Wir wollen in Ungarn bis zu 20 Studienplätze bezahlen“, sagte KVS-Chef Klaus Heckemann der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse vom Montag. Pro Platz werde mit rund 80.000 Euro kalkuliert.

Die Abiturienten, die das Angebot annehmen, verpflichten sich, nach erfolgreichem Studien- und Weiterbildungsabschluss für mindestens fünf Jahre in Sachsen hausärztlich tätig zu werden. Das Modellprojekt beginnt mit dem Studienjahr 2012/2013.

Anzeige

Derzeit fehlten in Sachsen fast 400 Haus- und 100 Fachärzte im niedergelassenen Bereich. Würden die Absolventen sich nach Abschluss des Studiums in Sachsen niederlassen, müssten sie die Kosten für die Ausbildung nicht zurückzahlen. Die Medizinerausbildung in Ungarn sei hochwertig und besser als die in Deutschland, sagte Heckemann. © dapd/EB/aerzteblatt.de

Drucken Versenden Teilen
5.288 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

18.06.13
Düsseldorf – Die CDU-Fraktion im Landtag fordert schnelle Maßnahmen gegen den Ärztemangel in Nordrhein-Westfalen. „Nach allen vorliegenden Analysen und Prognosen kann es keinen Zweifel mehr daran...
17.06.13
Weimar – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen musste im Raum Gera rund 30 Patienten an Haus- beziehungsweise Augenarztpraxen vermitteln, die noch Behandlungskapazitäten haben. „Dabei handelt...
13.06.13
Münster – Der Wissenschaftsausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag hat sich dafür ausgesprochen, Medizinstudienplätze in Ostwestfalen einzurichten. Statt eine eigene medizinische Fakultät in...
10.06.13
Sachsen: Land und Kassen kämpfen gegen Ärztemangel
Dresden – Sachsen kämpft seit Jahren gegen Ärztemangel. „Der droht nicht, er ist schon da“, sagte der Sprecher der Landesärztekammer, Knut Köhler. Sozialministerin Christine Clauß (CDU) sieht dabei in...
05.06.13
Potsdam – Trotz der überraschenden Vertragskündigung durch die Berliner Charité sollen brandenburgische Krankenhäuser weiterhin Medizinstudenten aus Berlin ausbilden. Mit der Charité-Leitung seien...
03.06.13
Pro und Contra: Medizinstudienplätze im Ausland finanzieren
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen finanziert Studienplätze an der Universität Pécs in Ungarn. Die Studierenden verpflichten sich dafür, anschließend fünf Jahre als Hausarzt in Sachsen zu...
31.05.13
Hannover – Die Kultusministerkonferenz soll die Kriterien für die Vergabe von Medizin-Studienplätzen überprüfen. Soziale Kompetenz und Engagement im medizinischen Bereich müssen einen höheren...

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

nocure
am Mittwoch, 15. August 2012, 13:07

Nichts begriffen?

Wir haben nicht zu geringen Studentenzahlen, sondern zu geringe Zahlen im Nachwuchs an der "Front". Nur wenn die Attraktivität des Jobs wieder so steigt, dass sich jemand an das Wagnis Niederlassung traut, erst dann wird ein Schuh draus. Vorher wird auch diese Methode zum Scheitern verurteilt sein!
Die Attraktivität lebt aber von einigermaßen verlässlichen Einkünften gerade im GKV Bereich, welche nicht nur kostendeckend sein soll sondern eine vernünftige, dem Aufwand im Beruf entsprechende Vergütung darstellen muss. Alles andere ist Augenwischerei, welche selbst die finanzierenden Banken als solche betrachten und daher neue Projekte nur noch sehr zurückhaltend finanzieren.

Mehr zum Thema


Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in