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Krankenkasse stoppt Verteilung von Organspendeausweisen

Freitag, 17. August 2012

München – Aufgrund der anhaltenden Diskussion über den Transplantations­skandal hat die Siemens-Betriebskran­kenkasse (SBK) die ursprünglich für Oktober geplante Verteilung der Organspende­ausweise vorerst auf Eis gelegt. „Die Menschen sind verunsichert und haben ihr Vertrauen verloren“, begründete SBK-Vorstand Gertrud Demmler. Das gelte es nun wiederherzustellen.

Laut neuem Transplantationsgesetz müssen Krankenkassen ihre Versicherten intensiv über die Organspende informieren und ihnen Spenderausweise anbieten. Dieser gesetzlichen Verpflichtung will die SBK nun frühestens Mitte bis Ende kommenden Jahres nachkommen, da das Thema ihrer Ansicht nach derzeit eher auf Ablehnung stoßen würde. „Wir hätten damit eine große Chance vertan“, verwies Demmler. Die bundesweite Organspendebereitschaft ließe sich nur durch handfeste Lösungen, umfassende Transparenz und eine breite Diskussion wieder herstellen. 

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Laut einer aktuellen Umfrage  haben derzeit 45 Prozent der Deutschen Bedenken, sich als Organspender zur Verfügung zu stellen. In Befragungen anderer Institute vor einigen Monaten hatten laut dpa noch rund zwei Drittel angegeben, dass sie sich prinzipiell vorstellen könnten, ein Organ zu spenden. © hil/aerzteblatt.de

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