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KV Baden-Württemberg lobt Aussicht auf weniger Antibiotika auf dem Teller

Freitag, 17. August 2012

Stuttgart – Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) begrüßt Pläne von Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU), den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast einzudämmen. Durch ihren Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes will Aigner den Antibiotikagebrauch in der Tierhaltung und damit die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen begrenzen.

Niedergelassene Ärzte warnen seit einiger Zeit vor der Zunahme von Antibiotika-Resistenzen ihrer Patienten. Antibiotika-Rückstände und die Kontamination mit multiresistenten Keimen (MRSA) bei Mastfleisch kommen als Ursache dafür infrage. „Jedes Jahr stirbt eine beträchtliche Anzahl von Patienten in den Krankenhäusern, Tausende infizieren sich und können bei teilweise unsäglichen Leiden nur mit enormem Aufwand und hohen Kosten behandelt werden“, verwies KVBW-Vorstand Norbert Metke auf das Gefährdungspotenzial durch MRSA.

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Untersuchungen hätten gezeigt, dass in fast jeder vierten Fleischprobe von Hähnchen unerwünschte und größtenteils multiresistente Keime vorhanden seien. „Das ist nicht mehr hinnehmbar“, unterstrich der KV-Chef

Dabei sei nicht nur der Verzehr kontaminierter Tiere gesundheitsgefährdend: In Großmastbetrieben seien tausende Beschäftigte verstärkt multiresistenten Keimen ausgesetzt und könnten diese möglicherweise verbreiten.  

Vor diesem Hintergrund hält es die KVBW für dringend erforderlich, den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast so weit wie irgend möglich zu reduzieren. Bereits zu Jahresbeginn habe man die Politik darauf hingewiesen, dass es in absehbarer Zeit gegen einige Infektionskrankheiten kaum mehr wirksame Behandlungen mehr geben werde, so die KVBW. Umso wichtiger sei es, dass die Politik sich dieses Themas annehme. © hil/aerzteblatt.de

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