Ausland

Suizid-Vorkämpfer Nicklinson gestorben

Mittwoch, 22. August 2012

London – Tony Nicklinson, schwerstgelähmter Brite und Streiter für assistierten Suizid, ist am Mittwoch gestorben. Erst vor einer Woche war der 58-Jährige vor Gericht mit der Forderung nach einem Recht auf Selbsttötung unter ärztlichem Beistand gescheitert. Nach dem Urteil hatte er Berufung angekündigt. Nicklinson war seit einem Schlaganfall 2005 vom Hals abwärts gelähmt.

„Auf Wiedersehen, Welt, meine Zeit ist gekommen; ich hatte etwas Spaß“, ließ Nicklinson zum Abschied durch seine Frau Jane und seine Töchter Lauren und Beth per Twitter verbreiten. Die Angehörigen dankten in dem Tweet für die Unterstützung der Öffentlichkeit über die Jahre hinweg.

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Beihilfe zum Suizid ist in Großbritannien ein Straftatbestand, der mit bis zu 14 Jahren Haft belegt werden kann. Obwohl mehr als 100 todkranke Briten in den vergangenen zehn Jahren ihr Leben in ausländischen Kliniken beendeten, wurde bislang niemand wegen Sterbehilfe strafrechtlich verfolgt. Im Februar 2010 gab die Staatsanwaltschaft neue Richtlinien zum Umgang mit solchen Fällen aus; dies führte bislang jedoch nicht einer Verurteilung. © kna/aerzteblatt.de

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