Medizin

Kinder älterer Mütter gesünder und besser entwickelt als erwartet

Donnerstag, 30. August 2012

London – Kinder älterer Mütter erleiden in den ersten fünf Lebensjahren weniger Unfälle, ihr Impfstatus ist besser, Sprache und Gewicht entwickeln sich mit dem steigenden Alter ihrer Mütter günstiger als bei jüngeren Müttern. Das berichten von ihren eigenen Ergebnissen erstaunte Wissenschaftler des Institutes of Child Health des University College of London im British Medical Journal (doi: 10.1136/bmj.e5116).

Im Allgemeinen müssen Ärzte Frauen über 35 darüber aufklären, dass eine Schwanger­schaft mit deutlich mehr Risiken verbunden ist. Diese Risiken beziehen sich allerdings zu einem Großteil auf geburtsbedingte Komplikationen und auf genetische Fehlbildungen. Die Forscher wollten aber wissen, wie sich Säuglinge älterer Mütter, die gesund und ohne weitere Zwischenfälle zur Welt kommen, im Anschluss entwickeln.

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Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Alastair Sutcliffe wertete dafür Gesundheits­daten von Kindern aus mehreren Kohortenstudien aus. Sie bezogen dabei über 31.000 Säuglinge im Alter von neun Monaten, mehr als 24.000 Dreijährige und 22.504 Kinder im Alter von fünf Jahren ein. Sie fokussierten vor allem auf Unfälle, Gewichtsentwicklung, das Immunsystem sowie auf die Entwicklung der Sprache und des Sozialverhaltens.

Dabei fanden sie heraus, dass sich alle diese Faktoren verbesserten, je älter die Mütter ihre Kinder zur Welt gebracht hatten. So mussten beispielsweise mit 37 Prozent mehr als ein Drittel der dreijährigen Kinder von 20-jährigen Müttern wegen einer Verletzung in das nächste Krankenhaus. Dagegen besuchten 40-jährige Mütter mit ihren Dreijährigen die Ambulanz aus dem gleichen Grund nur in knapp 29 Prozent der Fälle.

Ebenso konnten sich die Kinder zwischen drei und fünf Jahren, deren Mütter älter als 40 Jahre alt waren, deutlich besser sprachlich ausdrücken und erfuhren weniger Probleme, die mit einem eingeschränkten Sozialverhalten in Verbindung stehen. Schließlich hatten die Kinder älterer Müttern auch einen besseren Impfschutz als die Kinder jüngerer Mütter. © hil/aerzteblatt.de

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