Rostock – Ein neues Konzept zum Erlernen der Leichenschau entwickeln Rechtsmediziner der Universitätsmedizin Rostock. Im kommenden Wintersemester werden die Studenten mit einer neu konfigurierten Diffenzialdiagnostik vertraut gemacht. „Wir wollen die Lehre insbesondere für die Leichenschau problemorientiert und praxisnah ausrichten und haben das bisherige Lehrkonzept für unser Fach durch neueste Erkenntnisse aktualisiert“, sagt Ulrich Hammer, Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin.
Seiner Auffassung nach gibt es zu oft Fehlinterpretationen bei Leichenschauen. „Wer dorthin gerufen wird, verfügt oft bis auf Taschenlampe und Pinzette über keine weiteren Hilfsmittel“, verweist der Rechtsmediziner auf den Alltag. Hinzu kämen mangelnde Erfahrung, schlechtes Licht, Überlagerungen, Wettereinflüsse und Leichenveränderungen, die die Befunderhebung erschwerten. „Wir haben all die offenen Probleme aufgegriffen, Befunde gut verständlich gegenübergestellt, die sehr ähnlich sind und deshalb miteinander verwechselt werden können“, erläutert Hammer das neue Lehrkonzept.
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