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Patienten mit Prostata­karzinom könnten von ASS profitieren

Freitag, 31. August 2012

Dallas – Regelmäßig Acetylsalicylsäure (ASS) einzunehmen, könnte Patienten mit einem therapierten Prostatakarzinom nützen. Das haben Wissenschaftler des Southwestern Medical Centers der University of Texas in einer neuen, multizentrischen Studie heraus­gefunden. Wie sie im Fachmagazin Journal of Clinical Oncology (doi: 10.1200­/JCO.­2011.41.0308) beschreiben, profitieren nach ihren Ergebnissen vor allem Patienten mit schweren Formen der Erkrankung von der regelmäßigen Einnahme des ASS.

Experimentelle Studien hatten laut den Forschern im Vorfeld Hinweise darauf gegeben, dass ASS und andere Antikoagulantien das Wachstum von Tumoren bremsen und mitunter sogar Metastasen verkleinern können. Bislang fehlten laut den Autoren dazu aber ausreichende klinische Daten. Die Wissenschaftler aus Dallas unter der Leitung von Kevin Choe wollten jetzt prüfen, ob die Einnahme von Antikoagulanzien mit dem Mortalitätsrisiko nach einem Prostatakarzinom assoziiert ist.

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Dazu analysierten sie die Datenbank der Cancer of the Prostate Strategic Urologic Research Endeavor Database (CaPSURE), einer longitudinalen Studie zu mehr als 14.000 Patienten mit bioptisch nachgewiesenem Prostatakrebs. Für ihre Studie untersuchten sie eine Probandenzahl von 6.000 Patienten, die entweder eine Operation oder eine Strahlentherapie ihres Prostatakarzinoms erhalten hatten. Von diesen Patienten nahm mit 37 Prozent mehr als ein Drittel Antikoagulanzien, zu denen neben der Acetylsalicylsäure auch Warfarin, Enoxaparin und Clopidogrel zählten.

Die Autoren verglichen die Überlebensraten dieser medikamentös behandelten Patienten mit denen der Patienten ohne antikoagulatorische Medikation. Dabei stellten sie fest, dass nach zehn Jahren die Mortalität unter den Patienten, die Antikoagulantien einnahmen, signifikant niedriger war. Während in dieser Zeit nur drei Prozent dieser Patienten starben, lag die Mortalitätsrate bei den Patienten ohne Arzneimittel bei acht Prozent.

Unter den verschiedenen Medikamenten war vor allem die regelmäßige Einnahme der ASS mit weniger Todesfällen assoziiert. Diese Patienten hatten weniger Rezidive, außerdem nahm laut den Forschern die Zahl der Knochenmetastasen ab. Besonders Patienten mit schwereren Formen des Prostatakarzinoms profitierten von der Antikoagulation. © hil/aerzteblatt.de

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