7.839 News Medizin

Medizin

Ernährung könnte Spermienqualität bei älteren Männern beeinflussen

Freitag, 31. August 2012

Berkeley – Vitamine und andere Spurenelemente könnten die Spermienqualität älterer Männer fördern. Das berichten Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Fertility and Sterility (doi: 10.1016/j.fertnstert.2012.07.1126). Die Autoren fanden in ihrer Studie einen Effekt bei Männern über 44 Jahren, jüngere Männer profitieren laut ihren Ergebnissen nicht.

Die Forscher unter der Leitung von Andrew Wyrobek analysierten die Spermien von 80 gesunden, männlichen Probanden im Alter zwischen 22 und 80 Jahren. Diese waren allesamt Nichtraucher und berichteten keine Fertilitätsprobleme. Mit dem sogenannten Comet-Assay, einem Untersuchungsverfahren auf Basis der Elektrophorese, unter­suchten sie ihre Proben nach DNA-Schäden.

Anzeige

Mit Hilfe eines Fragebogens ermittelten sie zusätzlich den täglichen Konsum an Spuren­elementen. Zu diesen Mikronährstoffen, das heißt definitionsgemäß in sehr kleinen Mengen im menschlichen Körper vorkommende essenzielle Elemente, gehörten die Vitamine C und E sowie Beta-Karotin, Zink und Folat. Die Autoren wollten mit diesen Untersuchungen prüfen, inwiefern Änderungen des Lebensstils, also in dem Fall eine Ernährungsumstellung, die Spermienqualität beeinflussen und ob Männer jeden Alters davon profitieren können.

Dabei stellten sie fest, dass die Spermienqualität besser war, wenn Männer mehr Spurenelemente verzehrt hatten. So zeigten die Samen der Probanden mit dem höchsten Vitamin-C-Konsum 16 Prozent weniger DNA-Schäden als die Probanden mit dem niedrigsten Konsum. Ähnlich verhielt es sich mit den anderen Mikronährstoffen Vitamin E, Folat und Zink, nicht jedoch mit Beta-Karotin.

Dabei brachte die Ernährung vor allem älteren Männern einen Vorteil. Denn Männer über 44 Jahre, die viel Vitamin-C zu sich nahmen, hatten im Vergleich zu ihren Altersgenossen sogar um die 20 Prozent weniger DNA-Schäden. Dagegen dürfen sich jüngere Männer wenig Hoffnung machen. Denn die Qualität ihrer Spermien änderte sich durch einen vermehrten Konsum der Spurenelemente nicht.

Ob die bessere Spermienqualität auch eine höhere Fruchtbarkeit bedeutet oder die entstehenden Kinder dadurch gesünder werden, können die Forscher aber nicht bestätigen. © hil/aerzteblatt.de

Drucken Versenden Teilen
7.839 News Medizin

Nachrichten zum Thema

16.04.13
Rote Beete senkt Blutdruck
London – Ein hoher Nitratgehalt macht Rote Beete und einige andere Gemüsesorten zu einem effektiven Antihypertensivum. Eine experimentelle Studie in Hypertension (2013; doi:...
15.04.13
Köln - Jedes vierte Kind unter fünf Jahren weltweit leidet unter verstecktem Hunger. Das besagt der neue Unicef-Bericht zur Ernährungssituation von Kindern „Improving Child Nutrition. The achievable...
08.04.13
Darmflora, Carnitin und das kardiale Risiko von Fleischessern
Cleveland – Der Verzehr von rotem Fleisch führt bei Fleischliebhabern, nicht aber bei Vegetariern zu einem Anstieg eines Stoffwechselprodukts von Carnitin, das in tierexperimentellen Studien in Nature...
19.03.13
Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz fällt vielen Berufstätigen schwer
Hamburg – Eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz fällt vielen Berufstätigen in Deutschland schwer. Laut einer heute veröffentlichten Ernährungsstudie der Techniker Krankenkasse (TK) geben jeder dritte...
12.03.13
New York: Verbot riesiger Softdrink-Becher gekippt
New York – Wenige Stunden vor dem Inkrafttreten hat ein Gericht in New York das umstrittene Verbot riesiger Softdrink-Becher in der US-Metropole gekippt. Richter Milton Tingling entschied am Montag,...
07.03.13
Wurstkonsum als Sterberisiko
Zürich – Wer gerne und häufig Wurstwaren und andere Arten von verarbeitetem Fleisch isst, hat nach den Ergebnissen einer prospektiven Beobachtungsstudie in BMC Medicine (2013, 11: 63) ein signifikant...
25.02.13
Mittelmeer-Diät schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall
Barcelona – Eine Mittelmeer-Diät mit vermehrter Zufuhr von Olivenöl oder Walnüssen, aber ohne Kalorienrestriktionen kann die Prävention von kardialen Risikopatienten wirkungsvoll unterstützen. In...

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Mehr zum Thema


Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in