Herzschwäche bei alten Menschen: Grundsätzlich sind alle Therapien möglich
Freitag, 31. August 2012
Köln – Kardiologen haben davor gewarnt, älteren Herzinsuffizienzpatienten den Zugang zu einzelnen Therapien aus Gründen einer Multimorbidität zu verweigern. Obgleich die Multimorbidität Diagnostik und Therapie erschwere, könnten invasiv therapeutische Verfahren bis hin zu herzchirurgischen Eingriffen ebenso wie alle medikamentösen Therapieformen zum Einsatz kommen.
„Beim alten Menschen ist meist nicht nur ein Organ krank“, erläutert Kardiologe Wolfgang Fehske, vom Kölner St. Vinzenz Hospital im Vorfeld des diesjährigen Gerontologie- und Geriatriekongresses in Bonn.
Dementsprechend gelte es bei Diagnostik und Therapie neben vorliegenden Begleiterkrankungen auch eine mögliche Kombination unterschiedlicher Herzkrankheiten zu berücksichtigen.
Fehske zufolge litten ältere Patienten beispielsweise häufiger unter hochgradigen Aortenklappenverengungen sowie koronaren Herzerkrankungen mit Klappenfehler und Rhythmusstörungen. Vor diesem Hintergrund gelte es, die vom Patienten eingenommenen Arzneimittel zu beachten und bei der Therapiestrategie einzubeziehen.
In der Gruppe der über 85-Jährigen leidet rund jede sechste Frau und jeder zwölfte Mann unter einer Herzinsuffizienz. © hil/aerzteblatt.de
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