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Frauen greifen häufiger zur „Pille danach“

Freitag, 31. August 2012

Berlin – Frauen greifen immer häufiger zur „Pille danach“. Im vergangenen Jahr verlangten zehn Prozent mehr Frauen als 2010 ein Rezept, um nachträglich zu verhüten, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken, aus der die Zeitung Bild vom Freitag zitiert.

Demnach verschrieben Ärzte im vergangenen Jahr 367.427 Mal sogenannte Notfallkon­tra­zeptiva. Der Wert der 2011 auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen verordneten Verhütungsmittel beläuft sich nach den Angaben auf 115 Millionen Euro.

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Die Linke fordert, den Zugang zu Verhütungsmitteln deutlich zu erleichtern. Die frauenpolitische Sprecherin Yvonne Ploetz sagte der Bild-Zeitung, die Bundesregierung solle die „Pille danach“ freigeben. „Nach einer Sex-Panne muss es schnell gehen. Eine rezeptfreie Abgabe der Pillen in Apotheken ist überfällig“, zitierte das Blatt die Politikerin. © kna/aerzteblatt.de

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klausenwächter
am Samstag, 1. September 2012, 18:44

"Pille danach" im kassenärztlichen Notfalldienst

Die Notfallkontrazeption ist zu einem Regelfall im kassenärztlichen Notfalldienst geworden. Inwieweit diese Verordnung überhaupt zweckmäßig ist, wäre durch die Versorgungsforschung zu hinterfragen. Sachliche Argumente lassen annehmen, daß 25% der Verordnungen durch eine zeitlich abgesetzte Zweitkonsultation des Frauenarztes vermeidbar wären. Die pharmakologisch getroffenen Entscheidungen bei der Notfallkontrazeption bedürfen ihrerseits einer qualitativen und quantitativen Analyse.

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