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Brüssel will humanitäre Hilfe für Opfer von Syrien-Konflikt aufstocken

Freitag, 7. September 2012

Brüssel – Angesichts sich der sich zuspitzenden humanitären Lage im Syrien-Konflikt bereitet die EU-Kommission die Freigabe von zusätzlichen 50 Millionen Euro vor. „Die humanitäre Lage in Syrien verschlechtert sich fast täglich, nachdem die Feindseligkeiten in einen Bürgerkrieg umgeschlagen sind“, erklärte die zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva heute in Brüssel. Wenn EU-Parlament und die Mitgliedsländer das Geld freigegeben haben, erreicht der Gesamtbetrag der EU-Kommission für die Opfer des Syrien-Konflikts 119 Millionen Euro.  

„Bereits jetzt sind Zehntausende Syrer nach Libanon, Jordanien, Irak und in die Türkei geflohen“, sagte Georgieva. „Dies erfordert nun massive und wirksame humanitäre Hilfe für diejenigen, die dringend auf medizinische Hilfsgüter und Artikel wie Babynahrung angewiesen sind.“ Die Kommissarin rief alle Konfliktparteien auf, „das Leben der Zivilisten zu verschonen, die ohne eigenes Verschulden zwischen die Fronten geraten sind“.   

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Mit den weiteren 50 Millionen Euro aus dem EU-Budget soll unter anderem die medizinische Versorgung für Verwundete und Notfallpatienten, die medizinische Grundversorgung, Unterkünfte, Nahrungsmittel, die Wasser- und Sanitärversorgung sowie Haushaltsartikel für Binnenvertriebene in Syrien und Flüchtlinge im Ausland finanziert werden. 

Seit März 2011 wurden bei den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Syrien Schätzungen von Aktivisten zufolge mehr als 26.000 Menschen getötet. Das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR geht davon aus, dass bislang rund 235.000 Syrer vor der Gewalt in ihrer Heimat in die Nachbarländer flohen. Innerhalb des Landes sind EU-Diplomaten zufolge inzwischen mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. © kna/aerzteblatt.de

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