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Wirtschaftliche Aspekte gefährden zunehmend Behandlung von Brustkrebs­patientinnen

Freitag, 7. September 2012

Berlin – Mit großer Besorgnis beobachten Fachgesellschaften, Berufsverbände und Selbsthilfegruppen, dass Krankenkassen mit einer restriktiven Budgetierung die Behandlung von Brustkrebspatientinnen zunehmend gefährden. Darauf haben die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, die Deutsche Gesellschaft für Senologie sowie der Berufsverband der Frauenärzte und der Verein Frauenselbsthilfe nach Krebs in einer gemeinsamen Stellungnahme hingewiesen.

„Immer häufiger werden vor allem bei brusterhaltenden Therapieformen die von den Krankenkassen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft selbst festgelegten Pauschalen nicht mehr akzeptiert“, mahnten die Unterzeichner. Eine interdisziplinäre, moderne Diagnostik, Therapie und Betreuung von Brustkrebspatientinnen, die Voraussetzung für gute Heilungschancen sei, lasse sich bei einer Kürzung dieser Pauschalen nicht mehr durchführen.

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Die Organisationen forderten die Krankenkassen und die Medizinischen Dienst der Krankenkassen deshalb auf, die vereinbarten Fallpauschalen nicht kontinuierlich infrage zu stellen. „Wenn aus den Krankenhaus-Abrechnungen nachträglich Aufenthaltstage der Patientin gestrichen werden, damit eine Krankenkasse für eine – lediglich auf dem Papier – verkürzte Aufenthaltsdauer erheblich niedrigere Pauschalen an das Krankenhaus zahlen muss, gefährdet dies die leitliniengerechte Behandlung und die Heilungschancen von Patientinnen ebenso wie die Existenz der zertifizierten Brustkrebszentren“, warnten die Verbände. © hil/aerzteblatt.de

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