Kammer Hessen warnt vor Fehlentwicklungen bei Bonuszahlungen
Freitag, 7. September 2012
Frankfurt – Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) hat die Krankenhausträger dazu aufgefordert, Fehlentwicklungen bei Bonuszahlungen zu beseitigen und stattdessen geeignete Anreizsysteme zu entwickeln. Das Ärzteparlament sprach sich nachdrücklich gegen alle finanziellen Zielvereinbarungen aus, die eine am Patientenwohl orientierte Arzt-Patienten-Beziehung belasten.
Die Delegierten warnten davor, von Ärzten den Abschluss von Bonusverträgen zu verlangen, die gegen die ärztliche Berufsethik verstoßen, indem wirtschaftliche Unternehmensziele eines Krankenhauses über das Patientenwohl gestellt werden. Unter den Bedingungen des DRG-Systems hätten sich die Krankenhäuser in den letzten Jahren von Einrichtungen der Daseinsfürsorge zu Unternehmen oder Krankenhauskonzernen gewandelt, so das Ärzteparlament.
Diese seien wie Industrieunternehmen organisiert und forderten von den Ärzten mehr Fälle pro Arzt und höhere Erlöse pro Bett. „Die hessischen Ärzte beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge“, erklärten die Delegierten. © hil/aerzteblatt.de
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