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Lebendtrans­plantation nach Leberversagen erfolgreich

Freitag, 7. September 2012

Tokio – Aus kulturellen Gründen werden in Japan überwiegend Organe von Lebend­spendern transplantiert. Die Ergebnisse sind nach einer Studie in Liver Transplantation (2012; doi: 10.1002/lt.23469) selbst bei der umstrittenen Lebendlebertransplantation exzellent.

Obwohl die Transplantationszentren in Deutschland die Vorteile der Lebendlebertrans­plantation (kerngesunder Spender, kurze Ischämiezeit) hervorheben, ist der Anteil an den Lebertransplantationen gering geblieben. Von 1.128 im Jahr 2011 in Deutschland durchgeführten Lebertransplantationen fanden nur 71 nach einer Lebendspende statt. Das gegenüber einer Nierenlebendspende gewiss höhere Risiko für den Spender mag hier eine Rolle spielen, auch wenn Todesfälle des Spenders (laut Universität Mainz: 5 Fälle bei circa 3.000 Leberlebendspenden) selten sind.

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In Japan werden den Transplantationszentren aus religiösen Gründen kaum Organe von Hirntoten angeboten. Von den landesweit 212 Lebertransplantationen, über die Yasuhiko Sugawara von der Universität Tokio berichtet, entfielen 209 auf Lebendspender. Die Organe wurden überwiegend (91 Prozent) an erwachsene Patienten transplantiert. Ein Drittel wurde nach kurzer Krankheitsdauer (Enzephalopathie innerhalb von 10 Tagen nach Krankheitsbeginn) transplantiert.

Dennoch waren die Ergebnisse insgesamt gut: Ein Jahr nach der Transplantation lebten noch 79 Prozent der Patienten. Die 5- und 10-Jahresüberlebensraten betrugen 74 und 73 Prozent. Die häufigste Ursache für das akute Leberversagen ist in Japan eine Hepatitis B (61 Prozent), gefolgt von einer autoimmunen Hepatitis (14 Prozent) und einem medikamenten-induzierten Leberversagen (14 Prozent). © rme/aerzteblatt.de

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