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Bahr fordert Krankenkassen zur Auszahlung von Überschüssen auf

Montag, 10. September 2012

Berlin – Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die Kranken­kassen aufgefordert, noch in diesem Jahr ihre Überschüsse an die Versich­erten auszuzahlen. „Die Krankenkassen müssen jetzt entscheiden. Das Geld muss den Versicherten und Patienten zugutekommen – durch verbesserte Leistungsangebote und in Form von Prämienauszahlungen“, schrieb Bahr in einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag. Der Minister rügte darin, dass bisher zu wenige Kassen die Beitragszahler an den Überschüssen beteiligt hätten.

„Bisher zahlen aber nur wenige kleinere Kassen Prämien an ihre Versicherten aus. Weniger als eine Million Mitglieder profitieren bis heute davon. Es könnten aber deutlich mehr Kassen auszahlen und mehrere Millionen Beitragszahler in diesem Jahr profitieren.“ Bahr betonte, dass es sich bei den Überschüssen um das Geld der Beitragszahler handele. „Einige Krankenkassen haben hohe Summen auf dem Konto. Krankenkassen sind aber keine Sparkassen.“

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Dem Gesundheitsministerium zufolge wuchsen die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen im ersten Halbjahr 2012 um 2,7 Milliarden Euro und summierten sich damit auf 21,8 Milliarden Euro. Demnach gaben die Kassen von Januar bis Juni 92,1 Milliarden Euro aus, nahmen aber 94,8 Milliarden Euro ein. Das Ministerium führte den Überschuss auf den anhaltenden Boom am Arbeitsmarkt und gestiegene Löhne zurück. Zudem seien die Ausgabenzuwächse unter den Erwartungen geblieben. © afp/aerzteblatt.de

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