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Medizinische Hochschule Hannover implantiert neue Defibrillator-Gene­ration

Mittwoch, 12. September 2012

Hannover – An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat der erste Patient mit schwerer Herzschwäche ein neuartiges Gerät zur kardialen Resynchronisationstherapie mit Defibrillatorfunktion (CRT-D) erhalten. Das Gerät passt seine Stimulation vollauto­matisch und kontinuierlich an die jeweils aktuellen Erfordernisse des Herzens an und verbessert so die Herzinsuffizienz.

„Der neue Defibrillator mit seiner kontinuierlichen Anpassung der jeweils optimalen Stimulationsform stellt einen weiteren Entwicklungsschritt in der Erfolgsgeschichte der kardialen Resynchronisationstherapie dar“, erklärte Johann Bauersachs, Direktor der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie. Aufwendige Untersuchungen zur Optimierung der Geräteeinstellung entfielen, da sich das System minütlich selbst kontrolliere und die Stimulationsform optimiere. Bisher wurden laut MHH die CRT-Geräteeinstellungen mit Hilfe einer aufwendigen, Herzultraschall-geführten Programmierung optimiert.

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„Diese Methode berücksichtigt nur die Situation des Patienten während der Messung, anstatt eine kontinuierliche Anpassung an die täglich mehrmals wechselnden Bedingungen des Herzens vorzunehmen“, erläuterte Oberarzt Christian Veltmann. Trotz aller Bemühungen habe die durchschnittliche Ansprechrate der Resynchronisations­therapie damit nur bei etwa 70 Prozent gelegen.

Neben der automatischen Stimulation hat der neue Defibrillator zudem eine Gehäuse­form, die den Druck des Implantats auf die Haut im Vergleich zu den meisten anderen CRT-D-Geräten um bis zu 30 Prozent reduzieren kann, so die Ärzte. Dadurch soll sich der Tragekomfort für die Patienten deutlich verbessern. © hil/aerzteblatt.de

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