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Ärzteverbände bereiten sich auf neue Runde im Honorarstreit vor

Dienstag, 18. September 2012

Berlin – Die Allianz deutscher Ärzteverbände, der mehr als 30 ärztliche Berufsverbände angehören, will die angelaufenen Protestmaßnahmen im schwelenden Honorarstreit mit den Krankenkassen fortführen. Das ausgerufene Moratorium, bis zu den Verhandlungen auf eine Eskalation der Maßnahmen und zentrale bundesweite Aktionen zu verzichten, werde aber eingehalten, erklärte der Allianzsprecher und Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dirk Heinrich.

Zeitgleich wollen die Verbände einen zentralen Protesttag für den Fall vorbereiten, dass nach der nächsten Verhandlungsrunde am 4. Oktober kein zufriedenstellendes Ergebnis vorliegt. Dafür haben sie den 10. Oktober vorgesehen. „Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren, weitere Informationen dazu werden in der nächsten Woche bekannt­gegeben“, so Heinrich.

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Gleichzeitig kündigte der Vorsitzende des Hartmannbundes (HB) an, dass die Ärzteschaft die Unterbrechung der Gespräche mit den Kassen nutzen werde, noch einmal ihre Ziele für die Auseinandersetzungen zu konkretisieren. „Diese Atempause gibt uns die Gele­gen­heit, uns das Angebot des GKV-Spitzenverbandes noch einmal genau anzusehen“, erklärte Klaus Reinhardt.

Ohne eine erkennbare Korrektur des Punktwertbeschlusses nach oben werde die Aufrechterhaltung einer qualitativ hochwertigen Versorgung in unseren Praxen nicht möglich sein. „Hier müssen die Kassen sich bis zum 4. Oktober noch einmal bewegen“, so der HB-Chef.

Er bekräftigte, dass die freien Ärzteverbände die Entwicklung sehr aufmerksam verfolgten und sich intensiv darauf vorbereiteten, jederzeit wieder in notwendige Kampfmaßnahmen einzusteigen. „Wer glaubt, wir warten einfach lethargisch auf die nächste Verhandlungsrunde, den werden wir bei negativem Ausgang eines Besseren belehren“, so Reinhardt. © hil/aerzteblatt.de

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