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Gesundheitsexperten appellieren zur Grippeschutzimpfung

Dienstag, 18. September 2012

Ahaus/Dortmund/Münster – Anlässlich der bevorstehenden Grippesaison haben Vertreter des westfälisch-lippischen Gesundheitswesens an die Bevölkerung appelliert, sich in den kommenden Wochen gegen Grippe impfen zu lassen. Unter anderem ließ sich dafür der Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Bundes­tagsfraktion, Jens Spahn, gestern in einer Hausarztpraxis seiner Heimatstadt Ahaus den „Auftakt-Piks“ geben.

„Obwohl ich aufgrund meines Alters nicht zur klassischen Zielgruppe der Grippe­schutzimpfung gehöre, halte ich diese Präventionsmaßnahme auch bei jüngeren Menschen für wichtig“, sagte Spahn. Der persönliche Grippeschutz sei vor allem für die Familienangehörigen und die Kollegen am Arbeitsplatz sehr sinnvoll.

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Auch die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Regina Overwiening, riet, den jährlichen Grippeschutz aufrecht zu erhalten: „Da sich der Grippeerreger von Jahr zu Jahr verändert, sollte auch die Schutzimpfung jeden Herbst wiederholt werden“, so Overwiening. Eine Impfung könne die Erkrankung zwar nicht in jedem Fall verhindern, trage aber gerade bei Älteren zu einer Verringerung der Komplikationen und des Schweregrades bei.

Eine gute Zeit, um sich impfen zu lassen, sind nach Ansicht der Experten die Herbst­monate von September bis November. „Besonders empfohlen wird die Impfung denjenigen, die zu den sogenannten Risikogruppen zählen, also über 60-Jährige, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen sowie Schwangere“, erläuterte Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Hinzu kämen noch alle Personen, die beispielsweise aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit umfangreichem Publikumsverkehr ausgesetzt seien.

Hintergrund des Appells sind die niedrigen Impfquoten im Landesteil Westfalen-Lippe. So wurden in der Region im Jahr 2005 noch rund 1,43 Millionen Grippeschutzimpfungen durchgeführt. Im Jahr 2007 waren es 1,29 Millionen und 2010 nur noch etwa 1,18 Millionen Grippeschutzimpfungen. Erst im zurückliegenden Jahr 2011 konnte sich dieser Trend mit circa 1,21 Millionen Impfungen wieder leicht nach oben verbessern. © hil/aerzteblatt.de

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