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Schwere Brustkrebsform ähnelt dem Ovarialkarzinom

Montag, 24. September 2012

Washington – Medikamente gegen eine schwerere Form des Mammakarzinoms könnten in Zukunft vielleicht auch Patientinnen mit Eierstockkrebs helfen. Denn wie eine Gruppe von Wissenschaftlern der Washington University School of Medicine in St. Louis heraus­fand, ist dieser sehr gefährliche Subtyp des Brustkrebses dem Ovarialkarzinom gene­tisch ähnlicher als anderen Brustkrebsformen. Das publizierten die Forscher unter der Leitung von Matthew J. Ellis in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature (doi: doi:10.1038/nature11412).

Wie die Autoren vermuten, sind beide Krebsformen auf denselben genetischen Hinter­grund zurückzuführen. Das wiederum könnte es den behandelnden Onkologen in Zukunft ermöglichen, beide Erkrankungen mit einem Arzneimittel zu behandeln. Bei der schweren Form des Brustkrebses handelt es sich um das sogenannte „basal-like“ Karzinom der Brustdrüse. Dies ist ein erst in den letzten Jahren als ein definierter Subtyp des Mammakarzinoms klassifiziert worden.

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Er zeichnet sich durch seine vermehrten Basalzell-Eigenschaften und damit einem schnelleren Wachstum sowie einer schlechteren Prognose aus. Er macht etwa zehn Prozent aller Mammakarzinome aus und betrifft überwiegend jüngere Frauen sowie Patienten afroamerikanischer Abstammung.

Die Arbeit der Forscher aus Washington und North Carolina ist Teil des weltweit organi­sierten Cancer Genome Atlas Projektes. Dies ist ein vom National Institut of Health (NIH) gefördertes Projekt, welches führende Institute zusammenbringt, die Gensequen­zierungen von vielen verschiedenen Tumorarten durchführen.

Ob nun beide Tumorarten mit demselben Medikament behandelt werden können, hat für die Wissenschaftler nicht nur praktische Gründe. Vielmehr können sie mit ihren Ergeb­nissen zeigen, dass bisherige Therapieansätze aufgrund des nun neu entdeckten gene­tischen Profils des Tumors gar nicht erfolgreich sein konnten.

Diese Erkenntnis passt zu den Beobachtungen, die Ellis und sein Team schon in vorangegangenen Studien erarbeitet hatten. Dabei hatten sie festgestellt, dass die „basal-like“ Mammakarzinome derzeit meist mit einer Chemotherapie auf Basis der Anthrazykline therapiert werden. Doch während solch eine Behandlung bei den meisten Brustkrebsformen hilfreich sei, zeigen diese Arzneimittel bei den „basal-like“ Tumoren laut den Wissenschaftlern keine ausreichende Wirkung. © hil/aerzteblatt.de

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