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Identifizierung von Schlüsselmutationen bei Bronchialkarzinom

Dienstag, 25. September 2012

Köln – Mutationen von Zellen des kleinzelligen Bronchialkarzinoms (small cell lung cancer, SCLC) haben Wissenschaftler der Universität zu Köln und der Uniklinik Köln identifiziert. Sie sollen künftig neue Therapieansätze ermöglichen.

Der SCLC macht bis zu 15 Prozent aller Lungenkrebs-Diagnosen aus, ist in nahezu allen Fällen unheilbar und führt schnell zum Tod des Patienten. Die molekularen Ursachen für diese Tumorart sind laut der Kölner Arbeitsgruppe in weiten Teilen noch unbekannt. Eine gezielte Behandlung sei aber nur möglich, wenn die genetischen Veränderung des Tumors bekannt seien.

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Aus diesem Grund haben Wissenschaftler um Roman Thomas SCLC-Tumore genetisch charakterisiert. Die Nature Genetics erschienene Studie (doi 10.1038/ng.2396) zeigt, dass bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen im Vergleich zu anderen Lungenkrebsarten eine hohe Mutationsrate vorliegt, nämlich 7,4 protein-verändernde Mutationen pro Millionen Basenpaare. „Diese im Vergleich zu anderen Tumorarten wesentlich erhöhte Mutationsrate ist verursacht durch meist langjähriges starkes Rauchen der Patienten“, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

Mit Hilfe neuer, in der Gruppe um Thomas entwickelter Ansätze der Genomanalyse und neuartiger Computer-Algorithmen konnten die Wissenschaftler einzelne mutierte Gene in SCLC-Tumoren identifizieren, die für das Wachstum der Tumoren entscheidend sind. Solche Gene könnten nach weiterer Charakterisierung die Grundlage für neue, molekular ausgerichtete Therapieansätze darstellen.

„Wir hoffen, dass dieses Wissen uns in Zukunft ermöglichen kann, Patienten nach Bestimmung der Mutationen ihres Tumors individuell zu behandeln – im Sinne einer personalisierten Tumortherapie“, sagte Thomas, Leiter der Abteilung Translationale Genomik an der Universität zu Köln. © hil/aerzteblatt.de

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