Honorarstreit: Ärzte bereiten bundesweiten Aktionstag vor
Donnerstag, 27. September 2012
Berlin – Die Allianz der Ärzteverbände will sich für ein mögliches Scheitern der Gespräche zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband rüsten und hat deshalb zu einem flächendeckenden Aktionstag am 10. Oktober aufgerufen. An diesem Tag sollen bundesweit Ärzte und Medizinische Fachangestellte (MFA) vor den Zweigstellen von gesetzlichen Krankenkassen demonstrieren. Zudem käme es auch zu Praxisschließungen, so die Allianz.
„Wir haben Hinweise darauf, dass sich an der Haltung der gesetzlichen Krankenkassen nichts geändert hat und dass ein für die Ärzte positives Ergebnis bei den anstehenden Verhandlungen unwahrscheinlich wird“, sagte Allianzsprecher Dirk Heinrich. Der Unmut an der Basis werde immer größer und daher werde der 10. Oktober nur der Auftakt für viele folgende Protestaktionen sein. „Die bereits angelaufenen, internen Maßnahmen zur Eindämmung der Bürokratie durch die Krankenkassen behalten wir bei“, so Heinrich.
Zur Koordination der Proteste hat die Allianz der Ärzteverbände eine Internetseite eingerichtet, auf der sich Arztpraxen anmelden können. Auf dieser Seite sind außerdem die regionalen Kundgebungsorte veröffentlicht.
Auslöser der bisherigen Aktionen und der Protestbereitschaft war der Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses, den Orientierungswert als Preiskomponente des ärztlichen Honorars für das Jahr 2013 nur um 0,9 Prozent zu erhöhen (+270 Millionen Euro). Die KBV hatte 3,5 Milliarden Euro gefordert. © hil/aerzteblatt.de
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