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Akute Gastroenteritis durch Kantinenessen

Freitag, 28. September 2012

Berlin – In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen sind mindestens 4.000 Kinder an einem akuten Brechdurchfall erkrankt. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermutet das Kantinenessen als Quelle der akuten Gastroenteritis, zumal alle betroffenen Schulen und Betreuungseinrichtungen für Kinder wahrscheinlich von einem gemeinsamen Lieferanten mit Essen versorgt worden seien. Das in Rüsselsheim ansässige Catering-Unternehmen Sodexo vermutet dagegen eine Noro-Virus-Welle.

Nach Recherchen des RKI begannen die Erkrankungen überwiegend ab dem Abend des 25.9.2012. Bisher seien überwiegend unkomplizierte Verläufe bekannt. Die Gesundheits- und Lebensmittelbehörden auf nationaler, Bundeslands- und lokaler Ebene versuchen derzeit den verantwortlichen Erreger zu finden. Auf der Bundesebene sind dies das RKI, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

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Im Vordergrund der Aktivitäten stehen epidemiologische Untersuchungen, die das RKI koordiniert, und Recherchen zu Herkunft und Vertriebswegen von Lebensmittel, die auf Bundesebene vom BVL koordiniert werden. Das BfR werde eine Risikobewertung erstellen, sobald die entsprechenden Daten vorliegen, teilt das RKI in seiner Pressemitteilung mit.

Nach einem Bericht von rbb Brandenburg sind in Brandenburg 1.115 Kinder erkrankt. Aus Berlin werden rund 400 Fälle berichtet. Vermutungen, dass es sich um Norovirusinfektionen handelt, wurden bisher nicht bestätigt.

Ein Sprecher von Sodexo sagte am Freitag: „Weniger als fünf Prozent der insgesamt von uns belieferten Schulen sind von den Erkrankungen betroffen". Die Firma beliefert einen Großteil der Schulen mit Essen, an denen Kinder erkrankt sind.

„Wir vermuten, dass es sich um eine Noro-Virus-Welle handelt, mit der wir nichts zu tun haben", sagte der Sprecher: „Der Grund dafür, dass fast alle Kinder Essen aus unseren Küchen gegessen haben, ist einfach, dass wir gerade in Deutschland sehr viele Schulen beliefern. Wir hoffen, dass es allen Kindern ganz schnell wieder besser geht." © rme/aerzteblatt.de

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