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Rabattverträge: Deutliche Unterschiede in der Umsetzung

Freitag, 28. September 2012

Waldems-Esch/Wuppertal – Auf die steigende Bedeutung von Rabattmittelverträgen für den Arzneimittelmarkt hat der Pharma-Marktforscher Insight Health hingewiesen. Demnach haben bis dato mehr als 155 Hersteller für rund 34.000 Pharma­zentral­nummern (PZN) Rabattverträge mit gesetzlichen Krankenkassen abgeschlossen. Laut seinem Bericht zum regionalisierten GKV-Markt nach Krankenkassen variieren die Rabattquoten unterschiedlicher Regionen und Kassen jedoch stark.

Demnach betrug der Anteil rabattierter Medikamente am Gesamtaufkommen im laufenden Jahr beim Spitzenreiter Saarland beispielsweise 59 Prozent, während die Rabattquote der Region Bremen mit 46 Prozent deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (54 Prozent) liegt. Auch beim Vergleich der Kassen zeigen sich deutliche Unterschiede:  Bei vergleichbaren Substanzen weist die Techniker Krankenkasse (TK) etwa eine Quote von 65 Prozent, die DAK Gesundheit eine von 73 Prozent und die Barmer GEK mit einem Wert von 84 Prozent die höchste Rabattquote aus.

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Gestern startete die Barmer GEK zudem eine neue Ausschreibungsrunde für 51 Wirkstoffe und erhöhte damit die Dynamik in ihrem Rabattgeschäft weiter. Die Ausschreibung umfasst 51 Wirkstoffe – unter anderem gegen Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Lipidstoffwechselstörungen – mit einem Umsatzvolumen von rund 120 Millionen Euro. Die neuen Rabattverträge sollen zum 1. April 2013 in Kraft treten.

Damit hat die Kasse innerhalb von elf Monaten Rabattverträge für fast 250 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem Umsatzvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro etabliert. „Die Ausschreibungen sind ein Erfolgsmodell, weil sie eine hochwertige Versorgung unserer Versicherten gewährleisten und der Solidargemeinschaft Kosteneinsparungen bringen“, betonte Barmer GEK-Vizevorstand Rolf-Ulrich Schlenker. Mit der jetzigen vierten Tranche will die Kasse die zuvor praktizierten Sortimentsverträge vollständig ablösen. © hil/aerzteblatt.de

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