Medi-Verbund stellt sich hinter die KBV
Dienstag, 2. Oktober 2012
Stuttgart – Vor dem nächsten Treffen von Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Spitzenverbandes Bund der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) demonstrieren die Ärzte Einigkeit. Auch der Medi-Verbund hat sich jetzt hinter die Forderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gestellt. „Wir sind mit den Maßnahmen, die Herr Köhler vorgestellt hat, voll und ganz einverstanden“, sagte der Medi-Vorsitzende Werner Baumgärtner.
Er bezog sich damit auf eine Rede des KBV-Vorsitzenden Andreas Köhler auf der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung am 28. September. Darin forderte Köhler vom Gesetzgeber, der Politik und den Kassen, dass alle Leistungen zum vollen Preis bezahlt werden. Dies entspreche der Übernahme des Morbiditätsrisikos durch die gesetzlichen Krankenkassen.
„Diese Forderung beinhaltet endlich auch unsere Forderung nach festen Preisen und adelt unsere Arbeit in Baden-Württemberg“, schreibt Baumgärtner in einem Rundbrief an die Niedergelassenen in dem Bundesland. Köhler habe sich mit seinen Forderungen an die Spitze einer Bewegung gesetzt, die feste und angemessene Preise für die ärztliche Arbeit fordere.
Berlin – Der anhaltende Honorarstreit zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband zieht weitere Konsequenzen nach sich. Die Vertreterversammlung der KBV hat heute in Berlin einstimmig entschieden, alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten zur Zukunft des bestehenden Systems zu befragen.
„Über den Sicherstellungsauftrag werden wir schon viel zu lange dazu erpresst, eine Vollkaskoversorgung zu Dumpingpreisen anzubieten“, so Baumgärtner. Deswegen hält er auch die angekündigte KBV-Umfrage an der ärztlichen Basis zu den Bedingungen des Sicherstellungsauftrags für „richtig und zeitgemäß“.
Baumgärtner stimmte die Ärzte in seinem Brief auf eine längere Auseinandersetzung ein. „Wer glaubt, wir schließen ein paar Mal die Praxen und dann ändert sich alles, hat aus der Vergangenheit nichts gelernt“, schreibt er. © hil/aerzteblatt.de
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