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Biopsie vor der OP verbessert Outcome von Brust­krebs-Patientinnen

Montag, 8. Oktober 2012

Chicago – Für eine Nadel-Biopsie statt einer offenen Biopsie bei Frauen mit Verdacht auf Mammakarzinom sprechen neue Studienergebnisse. Das berichten Wissenschaftler des University of Vermont College of Medicine in Chicago im Journal of the American College of Surgeons (doi: 10.1016/j.jamcollsurg.2012.05.022). Nach ihren Ergebnissen ist diese Biopsie-Methode nicht nur verträglicher und angenehmer für die Patientinnen, sondern liefert auch qualitativ gleichwertige Ergebnisse.

Zur Diagnose eines Brustkrebses sind in der Regel vor allem die Tastuntersuchung der Brust sowie sich anschließende radiologische Verfahren notwendig. Doch um eine weitere und zielgerichtete Therapie zu planen, ist es im weiteren Verlauf oft notwendig, den Tumor histologisch einzuordnen, was nur durch eine Biopsie erfolgen kann.

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Die perkutane Nadelbiopsie ist dafür eine Möglichkeit. Dabei lokalisieren Ärzte den Tumor mit modernen, bildgebenden Verfahren und punktieren ihn anschließend, wozu in der Regel nur eine lokale Anästhesie am Einstichort notwendig ist. Wie die Autoren jedoch berichten, ist dieses Verfahren zwar schon länger bekannt und in vielen Krankenhäusern und Brustkrebszentren etabliert. Aber nach Auffassung der Arbeitsgruppe fehlten hinsichtlich der dadurch beeinflussten Therapieplanung noch ausreichend wissenschaftliche Nachweise.

Deshalb analysierten die Autoren unter der Leitung von Erst-Autor Ted James die Fälle von insgesamt 1.135 Patientinnen, die zwischen 1998 und 2006 im Bundesstaat Vermont auf die Diagnose Brustkrebs hin untersucht und therapiert worden sind. Zunächst konnten sie feststellen, dass die Nadelbiopsie mit den Jahren immer häufiger angewandt wurde.

Dann fanden sie heraus, dass die Therapien nach einer Diagnostik per Nadelbiopsie offensichtlich effektiver waren. Denn während mit 37 Prozent mehr als ein Drittel der offen biopsierten Patientinnen an einem Rezidiv litten und erneut operiert werden mussten, lag die Rezidivquote bei den Frauen nach einer Nadelbiopsie nur bei knapp 20 Prozent. James und seine Kollegen fordern, diese Zusammenhänge weiter zu erforschen. © hil/aerzteblatt.de

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