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Tomaten könnten Schlaganfällen vorbeugen

Dienstag, 9. Oktober 2012

Kuopio – Hohe Plasmakonzentrationen an Lycopin, das Tomaten und einigen anderen Früchten ihre rote Farbe verleiht, waren in einer Kohorte finnischer Männer mit einem um mehr als 50 Prozent verminderten Schlaganfallrisiko assoziiert. Die Studie in Neurology (2012 79: 1540-1547) weist auf eine mögliche protektive Wirkung des Antioxidans hin, ohne sie allerdings beweisen zu können.

Lycopin gehört zu den Farbstoffen, mit denen sich Pflanzen gegen schädliche UV-Strahlen schützen. Besonders reich an Lycopin sind Tomaten. Lycopin verleiht aber auch Wassermelonen, Karotten, roter Paprika und Papayas ihre satte Farbe (nicht aber Erdbeeren oder Kirschen). Als „E 160 d“ ist Lycopin ein häufig eingesetzter Lebensmittelfarbstoff. Die Ergebnisse, die Jouni Karppi von der Universität von Ostfinnland in Kuopio jetzt vorstellt, dürften deshalb Ernährungswissenschaftler, die eine obst- und gemüsereiche Nahrung einfordern, und Lebensmittelchemiker, denen die Sicherheit der eingesetzten Substanzen am Herzen liegt, gleichermaßen freuen.

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Karppi hat die Daten der Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Kohorte ausgewertet. Sie begleitete eine Gruppe von 1.031 Männern im Alter von 46 bis 65 Jahre über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Jahren. Zu Beginn der Studie wurde bei allen Teilnehmern die Konzentration von Lycopin im Blut bestimmt.

Im Quartil mit den niedrigsten Plasmakonzentrationen kam es zu 25 Schlaganfällen, im Viertel mit den höchsten Blutwerten waren es dagegen nur 11 Ereignisse. Karppi ermittelt in einer Multivariatanalyse, die andere Risikofaktoren wie Alter, Body-Mass -Index, systolischen Blutdruck, Rauchen, niedriges HDL-Cholesterin, Diabetes und einen Schlaganfall in der Vorgeschichte berücksichtigte, eine Hazard Ratio von 0,45 für den Schlaganfall im Allgemeinen und 0,41 für den ischämischen Insult im Speziellen: Der reichliche Verzehr von Lycopin-haltigen Nahrungsmitteln könnte deshalb das Schlaganfall-Risiko um 55 beziehungsweise 49 Prozent senken, wenn denn der Assoziation eine Kausalität zugrunde liegt.

Die Erfahrungen mit Beta-Carotin, einem anderen Farbstoff und Antioxidans zeigen, dass Ergebnisse von prospektiven Beobachtungsstudien mit Zurückhaltung bewertet werden müssen. Für Beta-Carotin gab es ebenfalls Hinweise auf eine protektive Wirkung. Das Antioxidans sollte vor Krebserkrankungen schützen.

Die dann in Finnland und den USA initiierten randomisierten klinischen Studien kamen dann jedoch zu einem gegenteiligen Ergebnis: Bei Hochrisiko-Patienten führte Beta-Carotin nicht zu einem Rückgang, sondern zu einem Anstieg der Lungenkrebsrate. Es bleibt abzuwarten, ob Interventionsstudien mit Lycopin hier zu günstigeren Ergebnisse führen. © rme/aerzteblatt.de

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malledoc
am Dienstag, 9. Oktober 2012, 21:07

Liponsäure

Vor einigen Jahren habe ich in einem Vortrag gehört, Liponsäure sei ein extrem stark wirkendes Antioxidans. Sollte das stimmen, warum taucht dann immer wieder auf, Antioxidantien könnten hilfreich sein? Vielleicht kann mir ein leser weiterhelfen?

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