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Apotheker befürchten Gefährdung der Arzneimittel­versorgung

Mittwoch, 10. Oktober 2012

München – Die ABDA - Bundesver­einigung Deutscher Apothekerverbände sieht die flächendeckende Arzneimittel­versorgung in Deutschland gefährdet. So gehe die Zahl der Apotheken bundesweit seit Jahren drastisch zurück und dürfte zum Jahresende 2012 mit 20.922 Apo­theken auf die niedrigste Apotheken­anzahl seit 1994 sinken. „Die Gesell­schaft sollte sehr hellhörig werden“, mahnte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf. Jede Woche gehe in sechs Apotheken das Licht für immer aus.

Den ABDA-Präsidenten überrascht diese Entwicklung nicht: „Eine auf Dauer angelegte Unterfinanzierung kann nur Leistungseinschränkung bedeuten“, sagte Wolf.  Er betonte, dass gerade in einer alternden Gesellschaft ein wohnortnahes Netz von unabhängigen Apotheken kein Luxus, sondern elementare Notwendigkeit sei.

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Im Vorfeld des diesjährigen Apothekertages forderte Wolf deshalb Vergütungs­gerech­tigkeit: „Das reale Einkommen der Apotheken sinkt. Dem seit fast einem Jahrzehnt unveränderten Apothekerhonorar stehen steigende Sach- und Personalkosten in den Apotheken gegenüber“, so der Verbandschef.

Unterstützung erhielten die Apotheker vom stellvertretenden Unionsfraktionsvorsitzenden Johannes Singhammer (CSU). Es dürfe nicht wieder dazu kommen, dass die Apotheker jahrelang auf den Ausgleich ihrer Kostensteigerungen warten müssten, sagte Sing­hammer der Berliner Zeitung. Er halte es deshalb für sinnvoll, „einen Anpassungs­mechanismus anzustreben", sagte Singhammer. Schließlich gebe es auch in anderen Bereichen des Gesundheitswesens automatische Erhöhungen, zum Beispiel bei der Vergütung von Klinikleistungen.

Zum 1. Januar 2013 steigt die Vergütung, die ein Apotheker für jede abgegebene Arzneimittelpackung erhält, um 25 Cent auf 8,35 Euro. © hil/aerzteblatt.de

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