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Postoperative Probleme nach Kaiserschnitt werden vernachlässigt

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Hamburg – Auf die Probleme für Mutter und Neugeborenes nach einem Kaiserschnitt hat die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) auf ihrem 59. Jahreskongress in München hingewiesen. Der Kaiserschnitt ermögliche eine rasche Entbindung, wenn eine vaginale Geburt wegen einer geburtsunmöglichen Lage des Kindes indiziert oder mit einem hohen Verletzungsrisiko für das Kind verbunden sei, wenn bei der Mutter eine geburtsrelevante Erkrankung vorliege oder wenn unter der Geburt eintretende Komplikationen eine natürliche Geburt ausschlössen.

„Aber in der Phase nach der Geburt treten bei Patientinnen mit einem Kaiserschnitt im Gegensatz zu Müttern nach einer natürlichen Geburt typische postoperative Probleme und auch gehäuft Komplikationen auf“, sagte Frank Louwen, Leiter der Abteilung für Geburtsmedizin an der Universitätsfrauenklinik Frankfurt/Main und Mitglied im Vorstand der DGGG.

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Insbesondere die Folgen eines Kaiserschnitts für das Neugeborene seien lange Zeit aus dem Fokus geraten, so Louwen. Oft bestehe sogar der Eindruck, das Kind profitiere von einem Kaiserschnitt. Neue Untersuchungen insbesondere auch der nachbetreuenden Kinderärzte hätten aber verdeutlicht, dass bei einem Kaiserschnitt gegenüber einer natürlichen Geburt die Kurz- und die Langzeitmorbidität der Neugeborenen erhöht sei.

Epidemiologische Studien aus den vergangenen fünf Jahren verdeutlichten, dass ein Kaiserschnitt einen bedeutsamen Einfluss auf das weitere Leben des Neugeborenen und insbesondere auf immunitätsbedingte Erkrankungen habe. „Kinder nach Kaiserschnitt scheinen signifikant häufiger an Asthma, Allergien, Diabetes mellitus und Zöliakie zu erkranken, so Louwen. Die Pathogenese dieser Zusammenhänge sei aber noch nicht geklärt. © hil/aerzteblatt.de

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