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Thüringer Pflegeanbieter fordern bessere Vergütung

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Erfurt – Die privaten Pflegeanbieter in Thüringen fordern deutlich mehr Geld von Pflege- und Krankenkassen und der Landesregierung. „Die Vergütung der Pflegeleistung liegt derzeit in Thüringen 20 bis 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Das ist kein haltbarer Zustand“, sagte der Landesbeauftragte des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Thomas Engemann, in Erfurt.

Prinzipiell reichten die Ausbildungskapazitäten im Freistaat aus, um den Bedarf zu decken. Ohne eine deutliche Steigerung der Vergütung könne die Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Fachkräften jedoch kaum gestoppt werden.

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Bereits jetzt könnten mehrere Hundert Stellen für Fachkräfte nicht besetzt werden. „Thüringen droht kein Fachkräftemangel, der Mangel ist bereits da“, sagte Engemann. Vor allem neue Einrichtungen hätten oft große Probleme, Fachpersonal zu finden.

Auch die Entscheidung, dass die Agentur für Arbeit bei einer Umschulung das dritte Ausbildungsjahr nicht mehr bezuschusse, habe sich negativ ausgewirkt, sagte Engemann. Die Zahl der Umschüler sei deshalb im Ausbildungsjahr 2012 auf 85 gesunken. 2010 hatten 311 Personen an einer Umschulung zum Altenpfleger teilgenommen. © dapd/aerzteblatt.de

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