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Schlaganfälle bei jungen Menschen werden häufiger

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Cincinnati – In den USA erkranken immer häufiger jüngere Menschen an einem Schlag­anfall. Fast jeder fünfte Patient ist einer Studie in Neurology (2012; doi: 10.1212/WNL.­0b013e318270401d) zufolge heute jünger als 55 Jahre.

Alter ist der wichtigste Risikofaktor für den Schlaganfall. Die meisten Erkrankungen treten bei Senioren auf. Doch das Durchschnittsalter sinkt. In den USA ist es 2005 auf 69,2 Jahre gefallen, wie Brett Kissela von der Cincinnati College of Medicine in Ohio durch die Analyse von Krankendaten aus dem Raum Greater Cincinnati/Northern Kentucky herausgefunden hat. Im Zeitraum 1993/94 hatte das Durchschnittsalter noch bei 71 Jahren gelegen.

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Noch deutlicher wirkt sich die Veränderung bei den unter 55-Jährigen aus. Hatte ihr Anteil 1993/94 noch bei 13 Prozent gelegen, so waren 2005 bereits 19 Prozent der Patienten unter 55 Jahre. Die „Verjüngung“ war sowohl bei Weißen europäischer Herkunft als auch bei Schwarzen nachweisbar. Junge Afroamerikaner erkranken mehr als doppelt so häufig wie Weiße an einem Schlaganfall.

Da die meisten Schlaganfälle lebenslange Behinderungen hinterlassen, ist die Entwicklung besorgniserregend. Eine mögliche Ursache sieht Kissela in der steigenden Prävalenz von Diabetes mellitus, Adipositas und hohen Cholesterinwerten, die etablierte Risikofaktoren des Schlaganfalls sind. Der Autor kann allerdings nicht ausschließen, dass die Verbesserung der Diagnostik mittels Kernspintomographie zu einem scheinbaren Anstieg geführt hat. © rme/aerzteblatt.de

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