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Schlüssel­loch-Chirurgie braucht manchmal zu viel Zeit

Freitag, 12. Oktober 2012

München – Bei aufwendigen Eingriffen kann der konventionelle OP-Weg über einen Bauchschnitt der minimal-invasiven Technik überlegen sein, weil letztere selbst bei großer Erfahrung der Operateure häufig mehr Zeit benötigt. „Wir können fast alles in Schlüsselloch-Technik operieren. Aber nachdem wir jetzt 40 Jahre Erfahrung mit dieser Technik haben und sie auch in großen Langzeitstudien mit der konventionellen Chirurgie verglichen haben, stellen wir fest, dass die Patientinnen in vielen Fällen keinen Vorteil davon haben“, sagte Rudy Leon de Wilde, Oldenburg, gestern auf dem 59. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe am in München.

Es sei bekannt, dass das Risiko für Nervenschädigungen durch die Lagerung, für Thrombosen und Embolien und für spätere Verwachsungen im Operationsgebiet abhängig sei von der Dauer des Eingriffs. Bei endoskopischen Eingriffen steige daher das direkte Operationsrisiko erheblich an. In der Tumorchirurgie bestehe außerdem die Gefahr, dass Tumorzellen ins Peritoneum streuten.

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Je länger der Eingriff dauere, umso größer sei dieses Risiko. „Bei langwierigen Entfernungen von Malignomen haben die Patientinnen deshalb langfristig nach Schlüsselloch-Eingriffen eine schlechtere Prognose, als wenn diese Eingriffe mit der herkömmlichen Chirurgie durchgeführt werden“, so de Wilde. © hil/aerzteblatt.de

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