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Kassen räumen Liefer­schwierigkeiten bei Grippeimpfstoff ein

Mittwoch, 17. Oktober 2012

München – Bayerns Krankenkassen haben Lieferschwierigkeiten beim Grippeimpfstoff eingeräumt. Die beauftragte Firma könne den vereinbarten Impfstoff bis auf Weiteres nicht liefern, teilte die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern am Mittwoch mit.

Es bestehe allerdings kein Versorgungsengpass für die Versicherten im Freistaat, hieß es weiter. Derzeit seien rund 800.000 Dosen für Grippeschutzimpfungen in Bayern vorrätig. Die Impfstoffe würden laufend vom Großhandel an Apotheken und Ärzte ausgeliefert. Die Versorgung insbesondere von Risikopatienten sei damit sicher gestellt, hieß es in der Mitteilung weiter.

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1.000 Apotheken warten auf Medikamente
Zuvor hatten die bayerischen Apotheker vor einem Versorgungsengpass bei der Grippeschutzimpfung gewarnt. Mehr als 1.000 Apotheken im Freistaat hätten bei einer Umfrage angegeben, dass sie Impfstoffe für die Impfsaison 2012/2013 gar nicht oder nicht in ausreichender Menge beziehen könnten, teilte der Bayerische Apotheker­verband (BAV) am Mittwoch in München mit.

Der BAV hatte in diesem Zusammenhang die Ausschreibungspraxis der Krankenkassen kritisiert. Die Kassen hätten sich bei der Ausschreibung von Rabattverträgen auf einen einzigen Impfstoff­hersteller verlassen, der jetzt nicht liefern könne.

Die Kassenarbeitsgemeinschaft wies diese Kritik zurück. Lieferverzögerungen bei einem einzelnen Unternehmen dürften nicht der Anlass sein, das generell erfolgreiche Beschaffungsmodell bei Arzneimitteln auszuhebeln, hieß es in der Mitteilung. © dapd/aerzteblatt.de

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