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Baden-Württemberg diskutiert die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens

Montag, 22. Oktober 2012

Stuttgart – Einen sogenannten Gesund­heits­dialog mit den Bürgern zur Weiter­ent­wicklung des Gesundheitswesens hat die baden-württembergische Gesund­heits­ministerin Katrin Altpeter (SPD) begonnen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir die Frage nach der künftigen Ausgestaltung des Gesundheitssystems nur dann befriedigend beantworten können, wenn wirklich alle Beteiligten in die Debatte einbezogen werden“, sagte die Ministerin am vergangenen Freitag. Die Bürger brauchten daher bessere Möglichkeiten, ihre Interessen und Bedürfnisse darzustellen und einzubringen. Der Gesundheitsdialog schaffe dafür den richtigen Rahmen.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung mit mehr als 60 Bürgern am Freitag in Stuttgart stand die Frage, wie die gute medizinische Versorgung in Baden-Württemberg auch in Zukunft sichergestellt werden könnte. Aber auch Fragen zur Anerkennung alternativer Therapiemöglichkeiten durch die Krankenkassen und zur besseren Unterstützung sowie Vernetzung von Selbsthilfegruppen und Ehrenamtlichen war Thema.

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Als „unverzichtbar“ bezeichnete Altpeter dabei die Sicherstellung einer ausreichenden Notfallversorgung, die ärztliche 24-Stunden-Bereitschaft und den Rettungsdienst. Die Kassenärztliche Vereinigung, die derzeit die ärztliche Notfallversorgung überarbeite, wolle Notfallpraxen möglichst an Krankenhäusern einrichten. Das bedeute zwar im Einzelfall längere Anfahrtswege, aber dafür klare Anlaufstellen und eine qualitativ hochwertige Versorgung, so die Ministerin. Hinzu komme, dass durch eine Entlastung der Ärzte im ländlichen Raum bei den Wochenenddiensten eine Tätigkeit dort wieder attraktiver werde.

Auf Landesebene soll jetzt eine regelmäßig tagende Landesgesundheitskonferenz ein Gesundheitsleitbild Baden-Württemberg erarbeiten. Dieses Gesundheitsleitbild soll Grundlage für regionale Gesundheitsdialoge sein. „Der Gesundheitsdialog auf Landesebene ist keine Eintagsfliege. Je nach Thema werden die Gespräche auf Landesebene in den Stadt- und Landkreisen, den Städten und Gemeinden, aber auch kreis- beziehungsweise stadtübergreifend weitergeführt“, sagte Altpeter. © hil/aerzteblatt.de

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