Politik

Umfrage: Nur sieben Prozent der Menschen wollen ins Altenheim

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Düsseldorf – Nur sieben Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter wollen im Falle der Pflegebedürftigkeit in ein Altenheim ziehen. Damit ist keine andere Form der Pflege so unbeliebt wie das Seniorenheim, wie eine heute in Düsseldorf veröffentlichte Reprä­sen­tativumfrage der Deutschen Krankenversicherung (DKV) bei Menschen unter 66 Jahren ergab. Mehr als die Hälfte der Befragten fühlte sich zudem im Pflegefall finanziell nicht genug abgesichert, vor allem in den ostdeutschen Ländern.

Der Umfrage zufolge wünschen sich 28 Prozent der Befragten, im Pflegefall von ihren Angehörigen betreut zu werden. Ebenfalls 28 Prozent befürworten eine Pflege in einer Wohngemeinschaft mit anderen Betroffenen und einem Pflegedienst. 24 Prozent wollen zu Hause von einem Pflegedienst betreut werden. Dabei würden sich die meisten Männer für eine Pflege durch Angehörige zu Hause entscheiden, während Frauen mehrheitlich in eine Senioren-WG ziehen würden.

Anzeige

52 Prozent der Befragten fürchten, im Fall der Pflegebedürftigkeit finanziell nicht ausreichend abgesichert zu sein - Männer fühlten sich dabei etwas häufiger gut abgesichert als Frauen. „In Wirklichkeit dürften noch viel mehr Menschen im Alter finanzielle Schwierigkeiten bekommen“, erklärte der DKV-Versicherungsexperte Benno Schmeing.

„Die Pflegepflichtversicherung kommt nur für einen Teil der Pflegekosten auf, den Rest müssen der Pflegebedürftige oder seine Familie selbst zahlen.“ Im Westen fühlte sich laut Umfrage etwa die Hälfte der Befragten ausreichend abgesichert, im Osten dagegen nur ein Drittel. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

11.11.15
Pflegerin nachts im Altenheim für durchschnittlich 52 Bewohner verantwortlich
Witten/Herdecke – Pflegekräfte in Altenheimen sind im Nachtdienst überlastet. Das berichten Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke nach einer Online-Studie zum Thema. Die Forscher konnten 276......
06.11.15
Betreuung in profitorientierten Pflegeheimen oft schlechter
Witten – Die Pflegequalität ist in profitorientierten Pflegeheimen in Deutschland schlechter als in nicht-profitorientierten Einrichtungen. Das berichtet eine Forschergruppe um den......
25.06.15
Berlin – Bewohner in Seniorenwohnheimen, die regelmäßig naturheilkundliche Maßnahmen anwenden, benötigen weniger Arzneimittel als Pflegebedürftige ohne diese Maßnahmen. Das berichten Wissenschaftler......
26.05.15
Frankfurt – 58 Prozent der Deutschen sind besorgt über die Qualität von Pflegeeinrichtungen – obwohl rund drei Viertel positive Erfahrungen mit Pflegeeinrichtungen gemacht haben. Das zeigt eine......
28.04.15
Versorgung pflegebedürftiger Menschen: Ärzte, Zahnärzte und Freie Wohlfahrtspflege wollen stärker kooperieren
Berlin – Die bedarf- und bedürfnisgerechte Versorgung assistenzbedürftiger Menschen wird künftig nur in Kooperation von Ärzten, Zahnärzten und Pflegekräften zu gewährleisten sein. Darüber waren sich......
14.01.15
Medizinischer Dienst: Qualität der Pflege verbessert
Berlin – Die Qualität der stationären und ambulanten Pflege in Deutschland hat sich leicht verbessert. Das geht aus dem vierten Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes des......
12.01.15
München – Spätestens ab Mitte dieses Jahres müssen Pflegeheime in Bayern sicherstellen, dass in der Nacht mindestens eine Pflegekraft für 30 bis maximal 40 Bewohner anwesend ist. Eine entsprechende......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige