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Weltärztinnenbund gegen kosmetische Operationen in der Gynäkologie

Montag, 29. Oktober 2012

Köln - Der Weltärztinnenbund (Medical Women’s International Association, MWIA) hat sich gegen intimchirurgische Eingriffe aus rein ästhetisch-kosmetischen Gründen ausgesprochen. Die MWIA verabschiedete eine entsprechende Stellungnahme. Darin kritisieren die Ärztinnen, solche Operationen seien mit erheblichen psychischen und körperlichen Risiken verbunden.

Das sei vielen Patientinnen jedoch nicht klar. Den Frauen werde hingegen der Eindruck vermittelt, die Eingriffe wirkten sich positiv auf ihr Wohlbefinden und ihr Sexualleben aus und seien risikofrei. „Das ist aber nicht belegt“, kritisiert MWIA-Vizepräsidentin Dr. med. Waltraud Diekhaus.

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Häufige ästhetisch-kosmetische Eingriffe im Intimbereich sind die Verkleinerung der Schamlippen, aber auch Straffungen der Scheide, G-Punkt-Amplifikationen und sogar Eingriffe an der Klitoris. „Den Frauen wird eingeredet, alle Schamlippen müssten gleich und möglichst jugendlich aussehen“, sagt Diekhaus. Abweichungen würden als OP-Indikation dargestellt. Das sei nicht akzeptabel.

Der Weltärztinnenbund kritisiert auch die International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO). Aus Sicht der Ärztinnen war das Programm des FIGO-Kongresses im Oktober in Rom ein falsches Signal. Dort wurde nach Angaben der MWIA in einer Sitzung für solche ästhetisch-kosmetischen Operationen geworben. © BH/aerzteblatt.de

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