Heidelberg – 25 Meter lang und um 360 Grad schwenkbar ist das neue Großgerät im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT). Mit seiner weltweit einmaligen Strahlführung soll es Tumoren sehr präzise und effektiv aus jeder Richtung mit Schwerionen oder Protonen bestrahlen. „Das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum HIT ist eine der weltweit innovativsten Forschungs- und Behandlungsanlagen zur Krebstherapie“, erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bei der Inbetriebnahme des Gerätes. Deutschland baue damit seine führende Stellung in der Strahlentherapie von Krebspatienten weiter aus.
Die Behandlung im HIT ist Teil des Therapiekonzepts des gemeinsam von Universitätsklinikum und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) betriebenen Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT, jedem Krebskranken eine interdisziplinäre, individuell zugeschnittene Krebstherapie anzubieten. „Durch diese Zusammenarbeit können wir Ergebnisse der Grundlagenforschung in neue Therapiekonzepte umsetzen. Dies gilt auch für die Weiterentwicklung der Strahlentherapie im HIT“, sagte Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg.
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Die drehbare Strahlführung im HIT haben Mitarbeiter des Helmholtz-Zentrums Gesellschaft für Schwerionenforschung GSI entwickelt, die Firma MT Aerospace hat es gebaut. „Das Universitätsklinikum Heidelberg hat mit Unterstützung der GSI technisches und wissenschaftliches Neuland betreten“, erklärte Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg. Sie wies zudem auf den unternehmerischen Mut des Klinikums und die gute Planung hin, die auf einer Kostendeckung des klinischen HIT-Betriebs basiert.
„Der klinische Betrieb im HIT läuft sechs Tage pro Woche. Da der einzelne Patient im Durchschnitt etwa zwanzigmal bestrahlt wird, können wir an den drei Bestrahlungsplätzen etwa 750 Patienten pro Jahr behandeln“, sagte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg. Universitätsklinikum und Krankenkassen hätten die Vergütungsvereinbarungen auf dieses Leistungsvolumen angepasst.
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