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Petition zur Zulassung von Heilpraktikern angenommen

Mittwoch, 7. November 2012

Berlin – Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute mit breiter Mehrheit entschieden, eine Petition zum Thema „Heilpraktiker“ dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) als Material zu überweisen und den Fraktionen zur Kenntnis zu geben. Der Petent fordert darin, die Zulassungsvoraussetzungen für den Beruf des Heilpraktikers zu verschärfen. Aus Sicht der Ausschussmehrheit ist die Petition geeignet, „in die laufenden Diskussionen einbezogen zu werden“. Lediglich die Linksfraktion schloss sich dem Votum nicht an.

Der Petent regt konkrete Zugangsvoraussetzungen für den Beruf des Heilpraktikers an, zum Beispiel ein Mindestalter, das Abitur, eine dreijährige Ausbildung im Gesundheits­bereich und bestimmte Prüfungsmodalitäten. Was diese konkreten Forderungen angeht, verweist der Ausschuss darauf, dass eine Novellierung des Heilpraktikergesetzes im Sinne des Petenten unter anderem die grundlegende Frage aufwerfen würde, „ob ein weiterer Beruf mit weitgehend dem Arztberuf ähnlichen Kompetenzen gegenwärtig noch erforderlich ist und wie sich ein eventuell neu geregelter Heilpraktikerberuf in das System der bestehenden Heilberufe einfügen könnte“.

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Nach Ansicht des BMG bedürfen die dargestellten Fragen aber einer „intensiven, auch öffentlichen Diskussion“, so dass eine kurzfristige Gesetzesänderung nicht in Aussicht sei.

© hil/aerzteblatt.de

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chinamed
am Dienstag, 20. November 2012, 09:17

schulmedizin auf dem Prüfstand

Der Besuch beim Heilpraktiker beweist das Misstrauen in die staatlich verordnete Schulmedizin, nicht mehr und nicht weniger. Das heißt noch lange nicht, dass Heilpraktiker nun die besseren Ärzte wären, sondern ist eher ein Armutszeugnis für die schulmedizinische Versorgung. Viele Patienten sehen sich einfach beim Arzt schlecht behandelt. Ob sie beim Heilpraktiker besser behandelt werden, wissen sie erst später.
gilligan-2
am Mittwoch, 14. November 2012, 20:58

wir selbst lassen ihnen diese Nische

"...dann liegt das an der psychotherapeutischen Komponente. "

Ah ja. Und wofür oder wogegen genau ist das jetzt eigentlich ein Argument, wenn man mal darüber nachdenkt? Beziehungweise, für wen genau wäre das eigentlich ein Grund für etwas selbstkritisches Nachdenken?
namasté
am Mittwoch, 14. November 2012, 20:53

Eben darum sind Heilpraktiker nötig...

weil sie die psychotherapeutische Komponente bedienen und den Menschen ganzheitlich betrachten. Beim Psychotherapeuten bekomme ich "nur" eine Behandlung, die auf die seelische und mentale Ebene abzielt, beim Arzt eine Behandlung auf körperlicher Ebene, während beim Heilpraktiker alle drei Ebenen als ineinandergreifend betrachtet und entsprechend behandelt werden.

@Saturnous:
Der Wirkstoff in Homöopathika ist mit heutigen klassischen Messverfahren nicht nachweisbar, das ist richtig. Was im Umkehrschluss aber nicht bedeuten muss, dass keiner da ist. Die Menschen dachten ja früher auch, dass die Erde eine Scheibe sei, und alle, die das Gegenteil behaupteten, wurden der Ketzerei bezichtigt.
Saturnous
am Mittwoch, 14. November 2012, 17:20

Heilpraktiker sind nicht nötig ..

.. sie stehen in Konkurenz zu den akademisch ausgebildeten Ärzten und Psychotherapeuten. Wenn Menschen sich bei ihnen besser aufgehoben fühlen dann liegt das an der psychotherapeutischen Komponente.

@Adam100 : Pillenhersteller wie du sie schimpfst werden sich hüten die Heilpraktiker abschaffen zu wollen schliesslich lassen sich Millijarden mit dem Andrehen wirkstofffreier und unwirksamer Homoöpathika verdienen.
Adam100
am Freitag, 9. November 2012, 08:38

Heilpraktiker nicht nötig?

Danke, für den Artikel. Riecht ein bißchen nach Monsanto, nach Pillenherstellern die sich eine unliebsame Konkurrenz vom Halse schaffen wollen. Es muss alles patentiert werden, der Austausch von Samen für den Anbau muss verboten werden, weiter so, es wird schon. Der Gewinn muss schließlich heute maximiert werden, koste es morgen was es wolle.
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