Ausland

Uniklinik in Rotterdam untersucht Organhandel

Donnerstag, 15. November 2012

Den Haag – Eine niederländische Uniklinik will erstmals die Verwicklung des organisierten Verbrechens in den illegalen Organhandel untersuchen. Ziel sei es, genauere Informa­tionen zu bekommen, um diese Machenschaften besser bekämpfen zu können, teilte das Erasmus-Krankenhaus in Rotterdam am Donnerstag mit. An der von der EU-Kommission finanzierten Studie beteiligen sich demnach auch Einrichtungen in Rumänien, Schweden, Bulgarien, Spanien sowie die Vereinten Nationen.

„Angesichts der großen Nachfrage gibt es mehr und mehr Hinweise auf einen 'Organ-Tourismus' von Patienten, die sich im Ausland ihre dringend benötigten Organe für Transplantationen besorgen, sprich, wahrscheinlich kaufen", erklärte die Uniklinik. Die Spender würden oftmals zum "Opfer von Menschenhandel".

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Doch bislang sei nur wenig bekannt, „wie oft das geschieht und inwieweit kriminelle Organisationen, Ärzte und Andere darin verwickelt sind". Die Studie konzentriert sich nach Angaben der Klinik in erster Linie auf die Frage, wie und wo genau Organe – meist Nieren und Lebern – entnommen werden. © afp/aerzteblatt.de

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