Politik

Arbeitgeberverband Pflege befürwortet Pflege-Vollver­sicherung

Freitag, 16. November 2012

Berlin – Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege, Thomas Greiner, hat die Ergebnisse der Verdi-Studie zur Umwandlung der gesetzlichen Pflegeversicherung in eine Vollversicherung als einen „intensiv zu diskutierenden und absolut zukunfts­weisenden Vorschlag“ gewertet.

„Wenn wir die Pflege zukunftssicher machen und dem rasanten demografischen Wandel nachhaltig begegnen wollen, helfen uns ‚Häppchen-Lösungen‘ nicht mehr weiter“, sagte Greiner dazu in Berlin. An einer Pflege-Vollversicherung führe mittelfristig kein Weg vorbei, auch wenn die Politik dieses heiße Thema vor den Wahlen nicht anfassen wolle.

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Der vom Gutachter Markus Lüngen erarbeitete Vorschlag einer solidarisch finanzierten Vollversicherung käme einem Befreiungsschlag für die nächsten Jahrzehnte gleich, so Greiner. Der finanzielle monatliche Aufwand würde nach Meinung des Arbeitgeber­präsidenten noch unterhalb eines Fast-Food-Menüs liegen.

Nun käme es darauf an, dass Politik, Versicherungen und die Pflegewirtschaft diesen Vorschlag ernsthaft und sachlich ausgewogen noch vor den Bundestagswahlen diskutieren. „Eines ist klar: Es muss deutlich mehr Geld in das Pflegesystem“, sagte der Verbandspräsident. Die derzeitige Pflegeversicherung sei von der Politik gut gemeint, erweise sich aber als immer weniger tragfähig für die Zukunft.

Greiner: „Die steigenden Anforderungen an Qualität und Betreuung lassen sich mit den heutigen Beiträgen zur Pflegeversicherung nicht finanzieren.“ Die Pflegeversicherung müsse sich deshalb künftig stärker am Model der Krankenversicherung orientieren“, so Thomas Greiner. © hil/aerzteblatt.de

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