Politik

Barmer GEK fordert weniger und größere Transplantations­zentren

Donnerstag, 22. November 2012

Wuppertal – Weniger, aber dafür größere Transplantationszentren hat der Vorstands­vorsitzende der Barmer GEK, Christoph Straub, gefordert. Um das verloren gegangene Vertrauen nach den Transplantationsskandalen wiederzugewinnen, bedürfe es struktureller Veränderungen. „Aufklärung reicht für neues Vertrauen allein nicht“, so Straub.

Er kritisierte, viele Zentren unterschritten die festgelegten transplantationsmedizinischen Mindestmengen. Bei der Niere blieben rund zehn Prozent der dafür infrage kommenden Zentren unter der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) definierten Mindest­menge, das sind vier Zentren von 41, bei der Lunge hätten rund 20 Prozent die vorge­gebene Mindestmenge nicht erreicht, das sind fünf von 24. „Wozu 44 Transplan­tationszentren, wenn 20 ausreichen?

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Wir brauchen kritische Größen, um medizinische Exzellenz und eine höhere Patientensicherheit zu gewährleisten“, sagte Straub. Er schlug vor, die Zentren, die weiterbestehen sollen, auch nach qualitativen Regeln auszuwählen, zum Beispiel nach der Fünf-Jahres-Überlebensrate.

Der Barmer-GEK-Vorsitzende wies auf eine von der Kasse beauftragte bevölkerungsrepräsentative Umfrage hin. Danach schätzen die Befragten die Organspendebereitschaft heute geringer ein als im Dezember 2011 – die Bereitschaft hat danach von 69 auf 62 Prozent abgenommen, obwohl vier Prozent mehr Bürger einen Organspendeausweis besitzen. © hil/aerzteblatt.de

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